Marina Dal Pont und die Eisdiele Rialto blicken in die Zukunft. Aktuell gibt es zur Jahreszeit passendes „Cremino-Eis“. Foto: Kauffmann

Die letzten Schäden des Hochwassers sind beseitigt und so nimmt die Eisdiele Rialto die Zukunft in den Blick. Dazu gehört einer Überdachung, die vor Regen schützt.

Endspurt fürs Eiscafé Rialto: Die Temperaturen werden zwar kühler, noch hat die Eisdiele an der Ortsdurchfahrt Bisingen aber geöffnet – und das noch in diesem Monat. Im Dezember und Januar ist geschlossen, schon zur Fasnetszeit wieder geöffnet.

 

Während der kalten Jahreszeit gibt es Pralineneis, halb Creme, halb Eis. Darunter ist die Sorte „Eierlikör mit Preiselbeeren“, eine von mehreren Eigenkreationen des Eismanns Michele mit Vanilleschoten und zweifach kandierten Preiselbeeren.

Wer davon nicht genug hat, kann unter anderem zwischen Pflaume-Streusel, Banana Split, Mandel oder Raffaello wählen. Die meisten Kunden bestellen das Eis derzeit noch zum Mitnehmen, Marina Dal Pont berichtet von Leuten, die das Eis im Auto essen.

Eine Überdachung soll mehr Frequenz bringen

Geht es nach ihr und ihrem Mann Michele soll sich das aber während der nächsten Saison ändern. Schon im Juni dieses Jahres stellte das Eiscafé einen Antrag zum Bau einer Überdachung. Der Gemeinderat lehnte dies mit Verweis auf bautechnische Aspekte ab. Nun startet ein neuer Anlauf.

Wie Eismann Michele erklärt, bestehe die Fassade keineswegs aus einer Festverglasung, sondern aus durchsichtigem PVC, das zwischen einer Konstruktion aus leichtem Aluminium aufgehängt wird. Die Streben werden demnach nicht tief in der Bodenplatte verankert, sondern oberflächlich befestigt. Vorteil für das Eiscafé: Auch bei Regen können die Gäste ihr Eis gleich an Ort und Stelle verzehren, was bisher nicht möglich ist.

Inzwischen nimmt die kleine Eisdiele im Herzen Bisingens die Zukunft wieder ins Visier, denn die letzten Reste, die das Hochwasser im Mai 2024 hinterlassen hat, sind inzwischen beseitigt. Michele spricht in diesem Zusammenhang von Maler-Arbeiten an der Fassade, die erst Ende letzter Woche abgeschlossen wurden.

Eiscafé hat eine „nette Toilette“

Die vergangenen sechs Quartale haben er und seine Frau auf die Auszahlung ihrer Gehälter weitgehend verzichtet, um die Wasserschäden so schnell wie möglich wieder in Ordnung zu bringen – kurz nach dem Hochwasser war die Eisdiele komplett zerstört. Die Kick-Filiale schräg gegenüber, die genauso verwüstet war, hat derweil noch immer nicht geöffnet, „schade“, findet Eismann Michele, zumal das Geschäft ja auch zusätzlich Frequenz in den Bereich rund um die Hohenzollernhalle bringen würde.

Dafür sorgt er indes auch selbst, denn er hat eine „nette Toilette“ eingerichtet – die während der Öffnungszeiten für jedermann zugänglich ist. Viele Wanderer, Fahrrad- und Motorradfahrer legten auf der Durchfahrt einen Zwischenstopp in der Eisdiele ein.

Bis sie alle unter der Überdachung, geschützt vor schlechterem Wetter, ihr Eis essen können, macht sich Eismann Michele zusätzliche handwerkliche Arbeit. Zum Beispiel, indem er Mandeln röstet, die dann ein zart schmelzendes „Cremino-Eis“ verfeinern – bis Ende November ist dieses Pralineneis auf jeden Fall im Sortiment.