Die Sanierungsarbeiten an der Eisberghalle gehen voran. Aktuell ist kaum zu erkennen, dass hier eine Dreifeldhalle entsteht. Foto: Heiko Hofmann

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis es wirklich losging. Doch nun starten die Bauarbeiten voll durch. Auf dem Eisberg in Nagold entsteht eine moderne Dreifeldhalle.

Sanierung oder Neubau? Vor dieser Frage standen auch Nagolds Stadträte und die Planer des Projekts Eisberghalle. Fakt war: Die einstige Halle des Kasernenstandorts musste saniert werden. Und: Nagold hat Bedarf an Hallenkapazitäten. Also sollte auf dem Eisberg eine zeitgemäße Dreifeldhalle entstehen.

 

Letztlich entschied man sich für die Sanierung. Doch die bringt tatsächlich erstmal jede Menge Abrissarbeiten mit sich.

Während die Halle, bereits seit über einem Jahr nicht mehr von Vereinen und Schulen genutzt werden darf, dauerte es dann doch noch ziemlich lang, bis es konkret mit den Arbeiten losging. Erst im August dieses Jahres begannen die Abrissarbeiten. Seitdem aber geht alles ganz flugs.

Nur die Seitenwände stehen noch

Die Abrissarbeiten sind schon beendet. Und so kann man sich jetzt auch ein Bild davon machen, welche alten Hallenteile noch für die neue Halle gebraucht werden. Viele sind das nicht. Jedenfalls stehen nur noch die beiden seitlichen Hallenwände und Teile des sich neben dem früheren Eingang anschließenden alten Umkleidetrakts. Dass hier eine Sporthalle saniert wird, ist eigentlich aktuell nicht mehr erkennbar.

Eine der zwei erhaltenen Seitenwände. Foto: Heiko Hofmann

Auch am Freitagnachmittag herrschte auf der Baustelle noch Betrieb. Das passt in das Bild, dass Nagolds Pressesprecherin Julia Glanzmann auf Anfrage der Redaktion bestätigt. „Die Arbeiten liegen im Zeitplan“, versichert sie.

Der aktuelle Stand: Die Abrissarbeiten sind beendet, die Vorarbeiten für den Einbau des Recyclingmaterials ebenso. Längst hat auch schon der Rohbau begonnen.

Ausmaße sind schon erkennbar

Auf dem Untergrund ist auch tatsächlich schon gut zu sehen, welche Ausmaße die Nebenräume für Geräte und Umkleiden und auch die Halle selbst einmal haben werden. Hier wachsen die Grundmauern bereits Zug um Zug in die Höhe.

Die Zimmerer- und Holzbauarbeiten sollen nach Angaben der Stadt Nagold auch noch in diesem Jahr, etwa Ende Oktober beginnen. Der Stahlbau mit den entsprechenden Abdichtungsarbeiten sei dann für April des kommenden Jahres geplant. Und die Fassadenarbeiten beginnen – Stand jetzt – im Mai 2026.

Blick auf die Baustelle Eisberghalle Foto: Heiko Hofmann

Der weitere Zeitplan: Der Innenausbau der Halle soll im Juni 2026 erfolgen. Dieser Arbeitspart benötigt offensichtlich viel Zeit. Denn mit der Fertigstellung rechnet die Stadt Nagold erst ein Jahr später – im Juni 2027. Zum Schuljahr 2027/2028 wäre die neue Eisberghalle demnach wieder nutzbar.

Bis jetzt 600 000 Euro günstiger

In den bisherigen Kostenschätzungen wird die Eisberghalle mit knapp zehn Millionen Euro veranschlagt. Etwas Hoffnung wecken allerdings die ersten Vergaben. Die Ausschreibungsergebnisse lagen zum Teil deutlich unter den Schätzungen. „Das bisherige Ausschreibungspaket war um circa 600 000 Euro günstiger“, betätigt die Stadt auf Anfrage der Redaktion.

Erd- und Schuttberge lagern aktuell auf einem großen Teil der Parkplatzfläche. Foto: Heiko Hofmann

Nach Angaben der Stadt sollen sich auch die Auswirkungen auf andere Angebote wie den Kletterpark, das Mohawk-Gelände oder die VfL-Inliner-Trainingsstätten in Grenzen halten. „Durch die Baustelle gibt es keine Einschränkungen“, heißt es. Dirtpark- und Downhillstrecke seien uneingeschränkt nutzbar. Und auch die Parkplätze würden bestehen bleiben.

Aushub und Abbruchmaterial

Letzteres ist dann doch ziemliche Interpretationssache. Denn große Teile der bisherigen Parkplatzflächen stehen aktuell jedenfalls nicht zur Verfügung: Auf ihnen lagert bergeweise Aushub und Abbruchmaterial. Extra verlegt wurden die Trainingsgeräte für die Inliner und Skater.

Die Skateranlage wurde versetzt. Foto: Heiko Hofmann

Neben einer modernen Dreifeldhalle wird auch ein 170 Quadratmeter großer Multifunktionsraum verwirklicht. Die Halle bekommt drei neue Geräteräume inklusive Lagerflächen für Vereine. Die sechs neuen Umkleideräume werden ein Stock höher über den Geräteräumen realisiert. Ein Technikraum und ein Foyer mit barrierefreiem WC werden ebenfalls erstellt. Außerdem kommen getrennt und von außen zugänglich WC, Umkleide und Duschbereich sowie eine Schuhputzstation für die Outdoor-Nutzung dazu.