Das bisherige Bad Imnauer Rathaus in der Badstraße am Rande des Kurparks wird derzeit zu einem "Arthaus" mit gastronomischen Angeboten und Kleinkunst umgebaut. Die Arbeiten noch voraussichtlich bis Ende Juni an. Foto: Haid

Trotz der aktuell deprimierten Stimmung im Hotel- und Gastronomiebereich aufgrund der anhaltenden Corona-Beschränkungen wird im ehemaligen Rathaus beim Kurpark kräftig gearbeitet. Dort soll ein "Arthaus" mit Eis und Raritäten entstehen.

Haigerloch-Bad Imnau - "Wir sind voller Optimismus, dass wir den Umbau zügig zu Ende bringen und – sofern es die Beschränkungen erlauben – das Café baldmöglichst eröffnen können", meint Carola Laraj. Sie und ihr Lebensgefährte Thomas Schmid aus Empfingen haben das ehemalige Rathaus Anfang Juni des vergangenen Jahres von der Gemeinde erworben und wollen es zukünftig gastronomisch betreiben.

Der Beginn der Bauarbeiten verlief schleppender als geplant – auch das eine Auswirkung der Pandemie. Die Handwerksbetriebe der Region waren und seien immer noch mit Aufträgen größtenteils ausgelastet, so Laraj. Derzeit kämpfen die Handwerker teilweise mit einer Baustoffverknappung in Folge von längeren Lieferzeiten. Deswegen musste der für Pfingsten geplante Eröffnungstermin auf den Frühsommer verschoben werden. Bis dahin hofft Carola Laraj, dass auch die Corona-Beschränkungen im Gastronomie-Gewerbe zumindest im Außenbereich gelockert werden.

Angrenzender Biergarten

Inzwischen sind im Innern des Rathauses die Rohbauarbeiten größtenteils abgeschlossen. Im großen Gastraum musste eine stabilere Untergrundkonstruktion für den Fußboden verlegt werden. Die Bühnenkonstruktion ist auch nahezu fertig.

Derzeit werden Gipserarbeiten durchgeführt. Auch die Elektrik ist noch in Arbeit. Dann geht es mit den Fliesen- und Malerarbeiten weiter. „Wir haben Gott sei Dank großartige Handwerker gefunden". Diese sind laut Caroloa Laraj bei all dem auch darauf bedacht, den Charme des Gebäudes zu erhalten und hervorzuheben.

Die bisherigen Toilettenanlagen sind vom Eingangsbereich in den hinteren Teil des Gebäudes verlegt worden. Im Eingangsbereich wird nun eine neue Küche mit einem zusätzlichen Fenster zum Eisverkauf und als Ausgabemöglichkeit für den angrenzenden Biergarten geschaffen werden. Dort können die Gäste bei schönem Wetter unter schattenspendenden alten Bäumen gemütlichen sitzen und die eine oder andere Spezialität genießen.

Eis-Delikatessen von einem Berliner Start-Up-Unternehmen

Neben den traditionellen Eissorten sollen auch auserlesene und besondere Eis-Delikatessen von einem Berliner Start-Up-Unternehmen angeboten werden, so Laraj.

Ergänzend dazu werden neben den örtlichen Getränkespezialitäten auch Kaffeespezialitäten aller Art und Kuchen im Angebot sein. "Es ist uns wichtig", so Laraj, "vor allem regionale und örtliche Lieferanten, die ja für Ihre hohe Produktqualität bekannt sind, auf unserer kleinen Speisekarte zu berücksichtigen." Suppen und Snacks werden darauf genauso zu finden sein wie Vesperangebote.

Das Arthaus soll künftig auch regionalen Künstlern für Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen eine Bühne bieten. Ebenso sollen Privatleute, Firmen, oder Vereine, die ein außergewöhnliches Ambiente schätzen, angesprochen werden, im Arthaus zu feiern oder dort Seminare abzuhalten.

Für E-Biker werden kostenlose Ladestationen installiert und die Außenbeschriftung ist auch schon geklärt: Die bleibe nahezu identisch "Wir tauschen lediglich das R und das A, dann wird aus dem Rathaus ein Arthaus", so Carola Laraj.