Nach dem ersten Trubel der Neueröffnung gibt es jetzt Neuigkeiten: Svenja Fehrenbacher von der „Bücherinsel“ in Sulz hat ihr erstes Projekt am Start.
„Mit Büchern kann man sich eine Auszeit nehmen und in andere Welten eintauchen“, kommt Svenja Fehrenbacher ins Schwärmen. Mitte September hatte die 26-Jährige ihre „Bücherinsel“ in den einstigen Räumen der „Buchoase“ am Marktplatz eröffnet. Nach erlebnisreichen Wochen fiebert sie nun einer Premiere entgegen.
Gerade die Anfangszeit habe sie sehr in Anspruch genommen, so dass sie gar nicht zu allen Projekten gekommen sei, die sie sich vorgenommen habe. Aber trotz des ganzen Trubels konnte sie sich schon einer Idee widmen: der ersten Lesung.
Um eine ungewöhnliche Freundschaft zu einem Husky und den Umgang mit ADHS geht es bei der Buchvorstellung „Der Psychologe mit den magischen Augen“ von Lutz Kniese. Am Freitag, 14. November, können sich Interessierte ab 19.30 Uhr auf ein spannendes Buch, aber auch eine gemütliche Atmosphäre bei Tee und Gebäck freuen.
Lustige Geschichten zum Gruseln
„Bücher bereichern immer“, ist sich die Inhaberin sicher. Besonders wertvoll seien sie für Kinder, findet sie. „Es stärkt die Familienzeit, wenn man vor dem Schlafengehen noch etwas vorgelesen bekommt“, sagt Fehrenbacher.
Und hat gleich mehrere Empfehlungen parat. Etwa die Buchreihe „Maxi und Helium“, in der zwei Mäuse-Zwillinge zahlreiche Abenteuer erleben. Oder „Das kleine Böse Buch“, das mit kniffligen Rätseln und schaurig-lustigen Geschichten Kinder ab acht Jahre gruseln lässt und so jegliche Langeweile vertreibt.
Franz Eberhofer ermittelt
„Die magische Geschichte von ‚Dalia und das rote Buch‘ wird sogar im Kino verfilmt“, weiß sie zu berichten. Aber auch Ältere können sich in der „Bücherinsel“ in zahlreichen Abenteuern verlieren, beispielsweise „Alchemised“ vonSenLinYu. Der Roman des New-Adult-Genres handelt von düsterer Fantasy und einer epischen Liebesgeschichte, die in einer vom Krieg zerrissenen Welt spielt.
„Für Liebhaber von Thriller und Spannung ist ‚Der Nachbar‘ von Sebastian Fitzek ein Muss“, erklärt sie. Wer hingegen mehr auf Regionalität setze, der sei mit „Apfelstrudel-Alibi“, dem neuen Eberhofer-Krimi von Rita Falk, bestens bedient.
„Ein tolles Gefühl“
Ein ganzes Jahrhundert ist in „Lázár“ nachgezeichnet, in dem Nelio Biedermann das Leben einer ungarischen Aristokratenfamilie über mehrere Generationen hinweg mit Liebe und Sehnsucht auf Papier bringt.
„Es ist ein tolles Gefühl, wenn eine neue Lieferung Bücher kommt“, verrät Fehrenbacher. Die aktuellen Neuheiten als erste in den Händen zu halten sei für sie etwas ganz Besonderes. Aber auch die Beratung der Kunden, wenn die zahlreichen Exemplare in den Regalen stünden und Buchliebhaber quasi die Qual der Wahl hätten, bereite ihr viel Spaß.
Versinken in fremde Welten
In diese Richtung wolle sie die „Bücherinsel“ übrigens noch weiterentwickeln, erzählt sie. Und sie hat noch etwas im Fokus. „Vielleicht kann ich sogar einen Buch-Club etablieren – wenn das auf Zuspruch stößt“, schaut sie nach vorne.
Ihr großer Dank richtet sich nach den ersten Wochen an die Stammkundschaft der „Buchoase“. Es sei einfach toll, dass die Sulzer ihre Bücher auch weiterhin am Marktplatz kaufen wollten. Ein bisschen habe ihre Tätigkeit vielleicht sogar eine gesellschaftsstabilisierende Funktion, überlegt sie. Denn gerade in politisch schwierigen Zeiten sei es etwas Schönes, einfach ein Buch in die Hand zu nehmen und so in eine „andere Welt“ zu versinken.
Das mache sie auch ein wenig stolz: „Die Anlaufstelle für all diejenigen zu sein, die voll in Fantasy, Abenteuer oder wichtige Sachbuch-Themen eintauchen, bereichert auch mich sehr.“