Der Obst- und Gemüseladen von Sabine Küstermann wird am Samstag das letzte Mal geöffnet haben. Seit 28 Jahren bot sie in der Brühlstraße Karotten, Orangen und vieles mehr an.
„Ich hätte gerne einen Salat“, sagt die ältere Dame im Laden von Sabine Küstermann. Diese steht ihr mit bestem Rat und Tat zur Seite.
So empfiehlt sie etwa einen Ackersalat. „Er ist ganz frisch und vom Freiland“, erklärt sie. Auch bei den weiteren Wünschen der Kundin berät sie nach bestem Wissen, wiegt das Obst und Gemüse ab und packt es sorgsam in den mitgebrachten Korb.
„Quasi ausverkauft“
Doch solche Szenen wird es am Samstag das letzte Mal geben. Denn im Laden hängt auch ein Schild „Früchte Küstermann: April 1996 bis Dezember 2024. Vielen Dank für Ihre Einkäufe!“
Die Ankündigung, dass sie ihren Laden bald schließen wird, hat zu einem regelrechten Ansturm an Bestellungen geführt. „Die Waren sind quasi schon ausverkauft“, sagt sie mit Blick auf die Fächer mit Karotten, Orangen und Co.
Geöffnet seit 1996
Doch habe es vor allem in den letzten vier Wochen einen massiven Einbruch beim Umsatz gegeben, was sie schließlich zur Aufgabe des Geschäfts veranlasst hat.
Den Laden in der Brühlstraße hatte sie 1996 zusammen mit ihrem Mann Markus eröffnet. Als dieser 2010 starb, hat sie „Früchte Küstermann“ alleine weitergeführt.
Doch trotz der netten Kundschaft, zu der sie ein sehr gutes Verhältnis habe, wie sie betont, lassen ihr die aktuellen Umstände keine Wahl. „Das ist wie in der allgemeinen Wirtschaftslage auch“, blickt sie auf die gesunkene Nachfrage des letzten Monats zurück.