Im Zuge einer energetischen Sanierung des Kanderner Hieber-Markts ist auch eine Vergrößerung der Verkaufsfläche geplant.
Die Pläne wurden im Technischen Ausschuss am Donnerstagabend vorgestellt. Die Verkaufsfläche soll auf auf insgesamt 1510 Quadratmeter vergrößert werden. Um den Markt zeitgemäß umzugestalten und den veränderten Einkaufsgewohnheiten Rechnung zu tragen, ist neben der Erweiterung der Verkaufsfläche und der damit einhergehenden größeren, überbaubaren Grundfläche auch eine Umnutzung des Obergeschosses als Wohnung für Mitarbeiter vorgesehen.
Seit 25 Jahren befindet sich an der Hammersteiner Straße in Kandern der Hieber-Markt. Um diesen großflächigen Einzelhandelsbetrieb dort ansiedeln zu können, hat die Stadt Kandern 1999 den Bebauungsplan „Papiermatt I“ zum ersten Mal geändert und die Fläche als Sondergebiet für einen Lebensmittel- und Getränkemarkt mit einer Grundfläche von 1590 Quadratmetern und einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter für Lebensmittel sowie 170 Quadratmetern für Getränke festgesetzt.
Bebauungsplan ändern
Die derzeitigen Festsetzungen lassen weder eine Erweiterung des Markts noch eine zusätzliche Wohnnutzung zu, so dass zur Ermöglichung des Vorhabens eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich wird. Im Rahmen der vorliegenden achten Änderung des Bebauungsplans „Papiermatt I – Erweiterung Lebensmittelmarkt“ werden somit eine Modifizierung der bestehenden Nutzungsart sowie eine Anpassung der überbaubaren Grundstücksfläche vorgesehen.
Der vorliegende Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans soll in Kürze im Internet veröffentlicht und zusätzlich öffentlich ausgelegt werden. So erhalten die Öffentlichkeit, Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange Einsicht in die Unterlagen und die Möglichkeit zur Stellungnahme.
Die mittlerweile achte Änderung des Bebauungsplans ist laut Bürgermeisterin Simone Penner deckungsgleich mit der der ersten Änderung. Der geplante Anbau würde einen Meter tiefer liegen. Zudem sind 20 Baumfestsetzungen geplant. Da eine Überschreitung des Schwellenwerts von 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche vorliegt, ist ein Gutachten erforderlich. Auch in Hinsicht auf die Gewässerschutzfläche entlang der Kander sind Gutachten und eventuelle Maßnahmen erforderlich, das gleiche gilt für die Lärm- und Artenschutzmaßnahmen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung wurde bereits vorgenommen und ergab wohl keine erheblichen Umweltauswirkungen, hieß es in der Sitzung.
Ausschuss gibt grünes Licht
Der Technische Ausschuss billigte daraufhin die Aufstellung der achten Änderung des Bebauungsplans „Papiermatt I – Erweiterung Lebensmittelmarkt“. Am Montag wird das Thema noch im Gemeinderat beraten.