Blitztreff am Stammsitz in Gärtringen von Jutta Weinle-Günter und ihrem Mann Benjamin. Beide haben jetzt den Marktkauf in Horb. Was sie jetzt vorhaben und was beide mit Horb verbindet.
Sie: Die quirlige, warmherzige Powerfrau. Er: Der Gelassene. Jutta Weinle-Günter und ihr Mann Benjamin übernehmen jetzt den Marktkauf in Horb. Und machen ihn zum Edeka.
Benjamin Günter, der Prokurist und Geschäftsführer von Weinle: „Im August hätten wir nicht gedacht, dass wir den Marktkauf in Horb übernehmen.“ Jutta Weinle-Günter betont: „Das ist kein Franchising mit Vorgaben des Lizenzgebers – wir beide werden den Edeka in Horb komplett selbstständig betreiben.“
Was das heißt, demonstrieren die beiden gleich live im Gespräch. „Also haben wir mit dem Hersteller verhandelt. Der wollte erst nicht, weil er eigentlich nur an den Fachhandel liefert. Doch jetzt sind die Lebkuchen bei uns in Gärtringen sehr begehrt.“
Weinles suchen regionale Lieferanten aus Horb
Benjamin Günter: „Wir holen bei den bestehenden Märkten regelmäßig zwei Bio-Rinder aus der Region und verarbeiten sie für unsere Frischetheke.“ Ehefrau Jutta: „Entsprechend suchen wir auch regionale Lieferanten aus Horb und der Region. Wir können – außer Eier Hille aus Bondorf – wegen der Entfernung nicht unsere regionalen Lieferanten aus Gärtringen und Herrenberg nach Horb bringen. Ich bin gespannt, was die Region um Horb für Leckeres zu bieten hat.“
Doch wie wird man Edeka-Kaufmann? Jutta Weinle-Günter: „2010 habe ich den Edeka in Gärtringen privatisiert. 2012 habe ich meinen Mann Benjamin kennengelernt. Der ist gelernter Werkzeugbauer.“ Benjamin: „Ich habe beim Saier in Alpirsbach gearbeitet, stamme aus der Nähe von Schramberg.“ Weil Benjamin auch Buchhaltung kann, hat er sich in die Materie reingearbeitet. Ist inzwischen Prokurist und Geschäftsführer bei „Edeka Weinle.“
Daher kennen die neuen Edekas Horb
Er schmunzelt: „Als wir noch in Gäufelden gewohnt haben und unsere beiden Kinder klein waren, sind wir immer ins Neckarbad in Horb gefahren. Weil der Kinderbereich dort so übersichtlich und schön ist.“
2021 haben beide dann den Edeka in Herrenberg übernommen. Und jetzt das bisher größte Geschäft – den Marktkauf in Horb mit über 5000 Quadratmetern. Eine riesige Herausforderung. Jutta Weinle-Günter: „Marktkauf hatte ohnehin vor, das Gebäude in Horb im nächsten Jahr zu modernisieren. Jetzt können wir die Modernisierung mit gestalten. Wir investieren dabei eine hohe Summe – das muss einfach schön werden.“
So wird der Start in Horb
Ein schwieriger Start? Die Chefin des neuen Edeka in Horb: „Nein. Wir haben so die Chance, das Gebäude nach unseren Wünschen umzugestalten. Unsere Gedanken und Wünsche und die der Mitarbeiter einzubringen. Die haben täglich Kontakt mit den Kunden. Sie und die Führungskräfte sollen es durch den Umbau besser haben – die Kunden natürlich auch.“
Was wird anders in der Umbauphase?
Jutta Weinle-Günter: „Marktkauf hatte gar nicht vorgesehen, dass Ersatzräume für das Sortiment in den Umbau-Bereichen geschaffen werden. Wir werden ein Zelt vor die Tür stellen, damit die Kunden weiterhin das maximal mögliche Angebot haben. Dazu werden wir die Baustelle auch erlebbar machen. Dazu gehören Ideen wie Gucklöcher, Baustellen-Führungen und vielleicht auch ein Baustellen-Frühstück.“
Wie sieht der neue Edeka Weinle in Horb dann aus?
Die neue Chefin: „Wir werden Warenwelten schaffen. Dazu eine Schnippeltheke, damit die Kunden frisch gemachte Salate oder Obst bekommen. Wir haben aber noch viel mehr Ideen. Wichtig ist uns, dass die Kundentoiletten in Zukunft im Erdgeschoss sind.“
Wann ist der Marktkauf Blau-Gelb?
Benjamin Günter: „Erst nach dem Umbau werden wir umflaggen. Das soll wohl im November 2025 soweit sein. Wenn Mitarbeiter in der Zwischenzeit neue Shirts brauchen – die werden natürlich schon das neue Edeka-Logo haben.“