Das Land setzt das Förderprogramm für Innenstädte zwar fort, Läden mit wechselnden Betreibern sind aber nicht mehr Teil davon.
Er sollte eine Lösung im Kampf gegen den Leerstand in der Innenstadt sein. Nun steht fest: Auch im Pop-up-Store in der Donaueschinger Karlstraße bleiben die Schaufenster nun leer.
Zuvor war monatelang nicht klar, wie es mit dem Laden weitergehen soll. Das Konzept für die Geschäftsräume in der Karlstraße 23 sollte neue Einkaufsimpulse setzen. Regelmäßig wechselnde Ladenbetreiber sollten zeitlich begrenzt ihr jeweiliges Angebot präsentieren und testen können. Dafür gab es auch Zuschüsse vom Land.
Warten war angesagt
Ende 2024 lief das Förderprogramm des Landes aber aus. Zunächst hatte die Stadt das Programm nicht verlängern wollen. Später entschied der Gemeinderat einstimmig, es doch weiterlaufen zu lassen. Dann war Warten angesagt – darauf, ob es das Sofortprogramm zur Hilfe von Innenstädten wieder in den Haushaltsplan des Landes schafft.
Und tatsächlich: Nun hat das Wirtschaftsministerium des Landes in einer Pressemitteilung die Fortsetzung des übergeordneten Programms angekündigt. In der Liste der Förderungen fehlen allerdings die Pop-up-Stores. Auf Anfrage bestätigt das Ministerium, dass diese nicht mehr Teil der Förderungen sind.
FDP-Landtagsabgeordneter schätzt Konzept
„Das ist überraschend und auch ein bisschen schade. Es wurde auf dem Land nach unserem Eindruck rege nachgefragt“, sagt Dirk Hetzer, Leiter des Abgeordnetenbüros des FDP-Landtagsabgeordneten Niko Reith. Der Politiker, selbst Mitglied im Wirtschaftsausschuss, hatte die Erneuerung der Pop-up-Stores als Teil des Programms erwartet.
Enttäuscht zeigt sich auch Donaueschingens City-Managerin Christine Haus: „Wir hatten große Hoffnungen, dass es fortgesetzt wird. Ich bin sehr überrascht und finde es bedauerlich.“ Sie sagt, gegen Ende seiner Zeit sei das Konzept des Ladens gut gelaufen und einige Leute hätten die Möglichkeit genutzt, sich geschäftlich auszuprobieren. Menschen mit Geschäftsideen sollten im Rahmen des Sofortprogramms für Innenstädte vom Land Baden-Württemberg die Möglichkeit bekommen, sich in dem Laden für eine begrenzte Zeit ausprobieren zu können. Für diese Zeit gab es Förderungen in Höhe von 70 Prozent vom Land. Im besten Falle hätten ein stabiles Geschäftskonzept entstehen und die Geschäfte die Innenstadt dann an anderer Stelle dauerhaft bereichern können.
Förderung zeitlich begrenzter Projekte
Christine Haus sagt, sie prüfe nun die Förderrichtlinien des verabschiedeten Programms – zum Beispiel von Veranstaltungen – und werde dann in diesem Rahmen Anträge stellen. Das seien aber nur zeitlich begrenzte Dinge, Pop-up-Stores hätten die Innenstadt dauerhaft beleben können.
Aber auch ohne Förderung soll Donaueschingen attraktiver für Geschäfte werden. „Man kann sich trotzdem jederzeit mit Ideen bei mir melden“, sagt Christine Haus. „Man findet immer eine Lösung mit den Vermietern. Das ist jetzt unsere einzige Chance.“