Die Inhaber der Edeka-Märkte Familie Rentschler im Kreis Freudenstadt sprechen darüber, was den Lebensmitteleinzelhandel derzeit belastet.
Die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Freudenstadt, Katrin Schindele, war im Austausch mit den Inhabern der Edeka-Märkte Familie Rentschler im Kreis Freudenstadt. Im Markt in Waldachtal sprachen die Inhaber Rainer und Mandy Rentschler gemeinsam mit dem Marktleiter Daniel Surikow über die aktuelle Situation im Lebensmitteleinzelhandel und darüber, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit Betriebe im Alltag spürbar entlastet werden und wieder mehr Zeit für das Kerngeschäft bleibt. Davon berichtet Schindeles Büro in einer Pressemitteilung.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war der seit langem versprochene Bürokratieabbau, der im Alltag der Betriebe weiterhin kaum ankomme. Besonders die stetig wachsenden Dokumentationspflichten belasteten Unternehmen und wirkten sich zunehmend auch auf die Motivation von Mitarbeitern sowie Führungskräften aus.
Als konkretes Beispiel nannten die Gesprächspartner den Umgang mit Ladendiebstahl: Wenn ein Marktleiter einen Diebstahl zur Anzeige bringen möchte, sei dies oft mit erheblichem Dokumentationsaufwand verbunden – und am Ende werde der Fall wegen Geringfügigkeit nicht selten eingestellt oder vor Gericht abgewiesen. „Wir brauchen Regeln, die im Alltag funktionieren – weniger Dokumentationspflichten und mehr Konsequenz, damit Leistung und Verantwortung nicht ausgebremst werden“, betonte Rainer Rentschler.
Kritik an „Überregulierung“ der Arbeitszeit
Auch die Überregulierung der Arbeitszeit wurde kritisch angesprochen. Starre Vorgaben zur maximalen Tagesarbeitszeit und zur Wochenarbeitszeit schränkten Leistungsbereite ein und passten aus Sicht der Unternehmer nicht zur aktuellen wirtschaftlichen Lage.
Katrin Schindele nahm die Punkte als wichtige Praxisimpulse mit, heißt es in der Mitteilung: „Als Mitglied im Ausschuss Wirtschaft, Arbeit und Tourismus ist mir wichtig, dass Politik die Rahmenbedingungen setzt, statt den Alltag in den Betrieben immer weiter zu verkomplizieren. Der Handel braucht mehr Vertrauen, mehr Flexibilität und spürbare Entlastung.“