Der höchste Einwohnerstand seit 20 Jahren: 1106 Menschen leben im Klosterstädtchen. Der Geislinger Teilort erzeugte sein Wachstum vor allem durch mehr Zu- als Wegzüge.
Den neuen Einwohner-Höchststand vermeldete Ortsvorsteher Andreas Bonaus nicht ohne Stolz am Montag als er im Ortschaftsrat den Jahresrückblick auf das Jahr 2025 hielt.
Bonaus präsentierte am Montag im Ortschaftsrat aber auch noch weitere Zahlen. 102 Zu- und 69 Wegzüge hatte der Geislinger Stadtteil im zu Ende gehenden Jahr zu verzeichnen. 15 Sterbefälle standen neun Geburten gegenüber. Neunmal tagte der Ortschaftsrat, behandelte dabei insgesamt 53 Punkte. Alle öffentlich, betonte Bonaus, hinter verschlossenen Türen seien keine Beschlüsse getroffen worden.
Das neue Konzept für den Pfingstmarkt funktioniert
Die letzte Sitzung des Jahres nutzte der Ortsvorsteher auch dazu, um auf die Großbaustellen, wie die Sanierung der Beundgasse und die Erschließung des Gewerbegebietes „Flachsland“, hinzuweisen. Als „vollen Erfolg“ verbuchte er den Pfingstmarkt, das neue Konzept sei gut angenommen worden, für das nächste Jahr liege ihm bereits die erste Anmeldung vor.
Von sich Reden gemacht hätten auch die Vereine. Er beglückwünschte die Kicker der Spielvereinigung Binsdorf zu ihrem Aufstieg in die Kreisliga A und die erfolgreiche Teilnahme der Stadtkapelle beim Wertungsspiel in Rangendingen. Die Binsdorfer holten sich in der Höchststufe die Bestwertung „Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“.
Der Glasfaserausbau kommt voran
Bonaus gab darüber hinaus einen Überblick über die aktuellen Projekte. So sind im künftigen Baugebiet „Obere Breite“ nahezu alle Kanäle und Wasserleitungen verlegt. Langsam aber sicher schreitet auch der Glaserfaserausbau voran. Der Ortsvorsteher rechnet damit, dass bis März nächsten Jahres die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind.
Zudem fiel mittlerweile der Startschuss zur Anbindung der Kläranlage Binsdorf-Erlaheim an die Verbandskläranlage in Balingen. Auf dem Weg rechts zum Schuppengebiet wurde der Humus abgetragen und eine Druckleitung hergestellt.
Final beschlossen hat der Ortschaftsrat außerdem die Anmeldung seiner Investitionswünsche für den Haushalt 2026. An erster Stelle steht die Sanierung der Grundschule.
Gemeinsame Mehrzweckhalle ein Sanierungsfall
Wichtig ist den Binsdorfern, wie auch den Kollegen in Erlaheim, dass sich die Stadt um die gemeinsame Mehrzweckhalle kümmert. Auf Bildern, die Andreas Bonaus zeigte, waren Pfützen auf dem Hallenboden zu sehen. „Heizung und Dach sind durch“, brachte es Hans-Jürgen Weger drastisch auf den Punkt.
Auch Wünsche für die Folgejahre wurden formuliert. So für 2027 unter anderem die Sanierung der Friedrichstraße und der Endausbau des Gewerbegebiets „Flachsland“, für 2028 eine neue Unterbringungsmöglichkeit für die Feuerwehr.