Mit vielen Gästen hat der Seedorfer Backhausverein am Sonntag die Einweihung des mit Leader-Finanzmitteln geförderten Anbaus an das Backhaus gefeiert.
Die Segnung der neu geschaffenen Räumlichkeiten nahm Diakon Armin Kaupp nach der Wortgottesdienstfeier im kleinen Festzelt vor. Das Wetter erwies sich zum Glück besser als angekündigt. So konnten die Besucher den ganzen Tag über auch im Freien sitzen.
Die Platzkapazitäten im Zelt hätten bei diesem Andrang bei weitem nicht ausgereicht. Die zahlreichen Helfer waren bei der Bewirtung der Gäste gefordert. Doch logistisch war alles bestens organisiert, und so konnten die Besucher zeitnah verköstigt werden. Zum Mittagessen servierte der Gastgeber Rollschinken mit Kartoffelsalat und frischem Holzofenbrot. Zum Kaffee standen etliche Kuchen zur Auswahl.
Für musikalische Unterhaltung sorgten die Seedorfer „Hinterhofmusikanten“. Etliche Besucher besichtigten den neu geschaffenen Schulungs- und Veranstaltungsraum. Auf interessant gestalteten Schautafeln konnte man die gesamte Historie des Backens im Dunninger Teilort nachlesen.
Nach der Errichtung des ursprünglichen Backhauses war der Backbetrieb im Jahr 1949 aufgenommen worden. 1967 hatte man das Gebäude erstmals erweitert. Seit Einstellung des kommunalen Backbetriebs Ende des Jahres 2003 führt der in 2004 gegründete Backhausverein das Backen weiter. Das Gebäude verblieb weiter im Eigentum der Gemeinde.
In der Eingliederungsvereinbarung aus dem Jahre 1973 war niedergeschrieben, dass das Backhaus im Ortsteil Seedorf bestehen bleiben soll, solange hierfür ein Bedürfnis bestehe. Die Stilllegung der Viehwaage machte das neue Bauprojekt erst möglich. Im Februar 2024 hatte der Gemeinderat dem Vorhaben grundsätzlich zugestimmt. Das Projekt wurde in das Leader-Programm aufgenommen.
Als Architekt beauftragte die Gemeinde Harald Ganter. Mit dem neuen Schulungs- und Veranstaltungsraum sei ein wesentlich effizienteres Arbeiten möglich. Die Anzahl der Backkursteilnehmer bei laufendem Backbetrieb könne damit deutlich vergrößert werden.