Bei der Einweihung vor dem Gebäude richtet die Kirchengemeinderatsvorsitzende Marlies Hirt Worte des Dankes an alle Beteiligten. Foto: Weisser

Großer Freudentag in Dietingen: Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Fest wurde die Einweihung des neuen Gemeindehauses in der Ortsmitte gefeiert.

Sonnenstrahlen – passend zum freudigen Ereignis - durchfluteten am Sonntagmorgen das Kirchenschiff während des Gottesdienstes. Auch die Verantwortlichen der Kirchengemeinde, das Pastoralteam und die vielen Besucher aus der Seelsorgeeinheit – auch die Dietinger Feuerwehrabteilung war komplett vertreten – hatten allen Grund zum Strahlen. Endlich war der lang ersehnte Moment gekommen.

 

„Das Haus, das Brücken baut und keine Mauern“ – so Pfarrer Jose Thomson in seiner Ansprache – wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit der Einweihung ende die Bauphase, die eigentliche Aufgabe beginne aber jetzt erst, sagte der Geistliche und meinte weiter: „Das Haus wird nur so viel ausstrahlen, wie wir Wärme hineingeben“.

Der Dietinger Musikverein unter Leitung von Sebastian Bihl und der Kirchenchor mit Heinz Rau als Kantor, Organist und Dirigent sorgten für den festlichen Rahmen der Messfeier.

An diesem denkwürdigen Tag stehe der Dank im Mittelpunkt, betonte die gewählte Vorsitzende Marlies Hirt. Persönliche Dankesworte richtete sie an: die Diözese Rottenburg – Stuttgart mit dem Bischof an der Spitze, das bischöfliche Bauamt, das katholische Verwaltungszentrum Rottweil, die Architekten Tobias Strecker und Kristina Knöpfli des Konstanzer Büros Schaudt, die Bauleiterin Sabine Mösner, die Kirchengemeinderäte mit ihren Familien, die Mitglieder des Bauausschusses, an Pfarrer Thomson und an Gemeindereferentin Schwester Ursula. Man sei dankbar, sagte Hirt und richtete dabei den Blick Richtung Himmel, dass der Bau ohne Unfall verlaufen sei.

Ein besonderer Tag für die Gemeinde

Bürgermeister Felix Hezel („Ich freue mich über das neue Haus in der Mitte unseres Ortes“) sprach von einem besonderen Tag für die Gemeinde Dietingen. Denn: Es werde nicht nur ein Gebäude eingeweiht. Das neue Gemeindehaus stelle den lebendigen Mittelpunkt der Katholischen Kirchengemeinde dar und sei ein Ort des Miteinanders, ein Haus, in dem viele Menschen eine Heimat fänden.

Thomson berichtete von seinen Erfahrungen als Verantwortlicher beim Bau einer Kirche in Indien. Nach dem Unterschreiben von rund zehn Dokumenten habe man damals mit dem Bau begonnen. Diesmal sei es anders gewesen. „Papier, Papier und nochmals Papier und dann unzählige Gespräche“, erinnerte er schmunzelnd an die hohen bürokratischen Hürden in Deutschland. Die Gottesdienstbesucher lachten. Er habe sich aber jederzeit auf ein „großartiges Bauteam“ und viele Helfer und Unterstützer verlassen können. All diesen gelte heute sein aufrichtiger und großer Dank.

Die tragenden Säulen

Der Pfarrer der Seelsorgeeinheit lobte besonders die gewählte Vorsitzende Hirt sowie Kirchengemeinderat Stefan Török. „Ihr seid die tragenden Säulen dieses Gemeindehauses“, rief er den beiden zu. Die Kirchenbesucher bekräftigten diese Aussage mit tosendem Applaus.

Nach dem Gottesdienst übergab Architekt Strecker vor dem Gebäude symbolisch den Schlüssel. Dazu spielte die Musikkapelle ein Ständchen. Pfarrer Thomson segnete die neu geschaffenen Räume.

Türen öffnen sich für die Gäste

Anschließend wurde die Türe für die Gäste geöffnet. Schnell füllte sich das Haus. Die Besucher wurden vom Kirchengemeinderat mit Speisen und Getränken bewirtet. Auch am Nachmittag kamen viele interessierte Bürger. Für die hellen Räumlichkeiten in Holz mit der großen Fensterfront Richtung Kirche gab es allseits großes Lob.

Die Kindergartenkinder erfreuten die Besucher mit einem Auftritt. Im Gebäude fand an diesem Tag der Adventsbasar statt. Die Bewirtung im Außenbereich hatten die „Fasnachts-Morgentrommler“ übernommen. Der Förderverein der Grundschule Dietingen war im Außenbereich ebenfalls mit einem Stand vertreten.