Bürgermeister Michael Ruf eröffnete im Kreis von Gemeinderäten, Planern und weiteren am Bau Beteiligten den Ersatzneubau der Walke-Brücke in Friedrichstal. Foto: Monika Braun

Mit einer feierlichen Einweihung hat die Gemeinde Baiersbronn den Ersatzneubau der Walke-Brücke in Friedrichstal seiner Bestimmung übergeben.

Bürgermeister Michael Ruf begrüßte die anwesenden Gäste und dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit, insbesondere Joachim Störk vom Ingenieurbüro Rothenhöfer, der für die Planung zuständig war.

 

„Die Brücke musste noch vor der Baustelle auf der B 462, die nun am 13. April beginnt, fertig werden, das ist uns gelungen“, sagte Ruf. Die neue Brücke sei auch für den Kreisfischereiverein wichtig, da dieser während der bevorstehenden Vollsperrung der B 462 die Fischteiche erreichen müsse.

„Damit haben wir einen weiteren Baustein für die Attraktivität von Friedrichstal fertiggestellt“, so Ruf. Die neue Alubrücke „mit ganz viel Holz“ sei ein Kompromiss in Sachen Langlebigkeit und Haltbarkeit und füge sich seiner Meinung nach optisch sehr gut ein. „Die neue Höhe der Brücke und damit verbunden die leichte Steigung musste aufgrund der Hochwasserschutzvorgaben eingebaut werden, damit ist sie nicht mehr so eben wie vorher“, erklärte Ruf.

Erhebliche Mängel

Paul Wirtz vom Ingenieurbüro Rothenhöfer aus Karlsruhe betonte, wie wichtig der Ersatzneubau gewesen sei. Bei einer seiner letzten Prüfungen hätten sich erhebliche Mängel gezeigt. Nun ein sicheres Überfahren wieder gewährleistet.

„Die Brücke ist für eine Überfahrtslast von drei Tonnen ausgeschildert, aber auch die kommunalen Fahrzeuge wie der Schneepflug können sie problemlos befahren“, sagte Wirtz. Er dankte der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit und der Baufirma Sturm und Müller aus Schopfloch für ihr gute Arbeit.

Der sichtbare Holzbereich sei aus Douglasienholz aus der Region gestaltet worden, die Aluelemente seien pulverbeschichtet, so dass kein Anstrich von Holz und Alu notwendig sei, so Wirtz.

Lob für die Gemeinde

Baiersbronn ist vorbildlich im Umgang mit seinen Bauwerken, es gibt wenig Gemeinden, die so viel in die Pflege investieren, das würde ich mir von mehr Kommunen wünschen“, lobte Wirtz, der auch für die Prüfung von vielen Bauwerken in der Gemeinde zuständig ist.

Die bisherige Walke-Brücke befand sich in einem baulich stark eingeschränkten Zustand, so dass eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr möglich war. Bereits im März 2023 hatte der Gemeinderat daher den Beschluss für einen vollständigen Ersatzneubau gefasst.

Fördermittel vom Land

Mit der nun realisierten Maßnahme wurde laut Gemeinde ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Sicherung der Verkehrsinfrastruktur geleistet. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf 350 304 Euro. Dank einer Förderung des Landes in Höhe von 150 540 Euro im Rahmen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes reduziert sich der Eigenanteil der Gemeinde auf rund 200 000 Euro.

Allein im Gemeindegebiet Baiersbronn gibt es rund 190 Brücken – eine davon ist die neue Walke-Brücke, die mit dem Durchtrennen des symbolischen roten Bandes ihrer Bestimmung übergeben wurde.