Grundschulrektor Felix Taubenmann (rechts) und dem geschäftsführenden Schulleiter Timo Link (Mitte) wird von Bürgermeister Markus Keller (links) eine Schultüte überreicht. Foto: Hans Herrmann

Der neue Schulcampus in Blumberg wurde feierlich eingeweiht. Zu Gast waren dabei zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Die Kosten für den einmaligen Campus liegen knapp unter 20 Millionen Euro.

Es war für alle Anwesenden ein historischer Moment als Bürgermeister Markus Keller die feierliche Einweihung des neuen Schulcampus Blumberg eröffnete.

 

In der vollbesetzten Mensa war eine ganz besondere Atmosphäre zu verspüren. Die zwölf Gastredner von Bund, Land, Schulwesen und Öffentlichkeit dokumentierten in diesem Eröffnungsakt für die Eichbergstadt eine neue Dimension: Es gab viel Lob und Anerkennung.

In seiner Laudatio hob Bürgermeister Markus Keller das außerordentliche Engagement aller Beteiligten bei diesem Jahrhundertprojekt für Blumberg hervor. „Alle die hier mitgewirkt haben plus Lehrkräfte sowie die zukünftigen Schüler sind hier Gewinner. Ein toller Arbeitsplatz in einer tollen Stadt macht es hier leicht zu unterrichten“, hob er die Nachhaltigkeit des Schulcampus hervor.

Zentralisierte Lage

Allein 95 Sitzungsvorlagen des Gemeinderates, der immer geschlossen hinter dieser Maßnahme stand, machten den Stellenwert für Blumberg deutlich. „An diesem Standort werden in Zukunft alle Blumberger Schulen vereint. In diesem Viertel ist ein echter Kreislauf von den Kindergärten über die Bildungsstätten bis zum Seniorenheim entstanden“, verdeutlichte er die zentralisierte Lage.

Für den Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei wurden für die Zukunft Blumbergs klare Prioritäten gesetzt. „Die Bildungspolitik ist permanent im Fluss. Man muss aber erst einmal den Mut aufbringen, in nicht so ganz einfachen Zeiten so ein Projekt in Angriff zu nehmen. Für den Standort Blumberg ist es eine Investition in die Zukunft“, waren seine Worte. Für Staatssekretär Volker Schebesta können die Schüler hier viel fürs Leben mitnehmen. „Es ist ein starkes Signal für die Zusammenführung“, sagte er.

„In Blumberg hat die Zukunft Priorität und eine mutige Entscheidung findet mit dem gelungenen Schulcampus ihre Belohnung“, sagt CDU-Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei. Foto: Hans Herrmann

Für die SPD-Landtagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur sei es eine vorbildliche Entscheidung, was Bildung und Fortschritt betrifft. In kurzer und markanter Reimform brachte es der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Wolf unter einer Minute auf den Punkt. Sein humorvolles Plädoyer wurde mit großem Beifall belohnt.

Neue Schulkonzepte

Für den FDP-Landtagsabgeordneten Niko Reith spielt die Hülle des neuen Lernortes ein große Rolle: „Im Inneren dieser neuen Lehrstätte kann man sich nur wohlfühlen“, ging er auf einen weiteren Faktor ein. Auch der AFD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Kloß hielt ein Grußwort. Für den Ersten Landesbeamten Martin Seuffert garantieren auch die neuen Schulkonzepte in dieser Einrichtung den Erfolg: „Bildung ist eine der wichtigsten Grundlagen, die oberste Priorität genießt“, unterstrich er den Mehrwert dieser Anlage.

Der verantwortliche Vertreter des zuständigen Planungsbüro Spieker-Lauer Sautter Architekten aus Freiburg, Max Lauer, stellte die Konzeption dieser Schule in den Vordergrund: „Hier wurde die Möglichkeit geschaffen, unterschiedliche Formen und Ideen von Lernen zu entwickeln“, betonte er. Für ihn seien die Marktplätze ein Beispiel für die vielfältige Nutzung für Einzel- und Gruppenarbeiten.

„Mit der Ganztagsschule geht es im neuen Campus in die richtige Richtung“, sagt Sven Krauß, Vertreter des Gesamtelternbeirates. Foto: Hans Herrmann

„Diese Stätten für die vier Jahrgänge der Grundschule, die Ganztagsbetreuung und dem sonderpädagogischem Bildungszentrum Weiherdammschule gruppieren sich wie drei Teile eines Kleeblattes um eine gemeinsame Mitte“, unterstrich er die soziale Note dieser Konstruktion. „Der zweite Bauabschnitt mit den Verbesserungen für die Realschule und Werkrealschule steht an. Ich bin zuversichtlich, dass wir in wenigen Jahren auch in der erweiterten Eichbergschule die Einweihung feiern können“, blickte er nach vorne.

Die leitende Schulamtsdirektorin Susanne Cortinovis-Piel sieht im Campus Blumberg die besten Lernmöglichkeiten geschaffen: „In den Räumen verspürt man eine große Ästhetik und man stellt eine ausgewogene Geborgenheit fest. Für die Kinder ist es eine vollkommen neue Inspiration. Mit ihrem Lächeln wird in diesen Räumen viel Freude einkehren.“ Für den geschäftsführenden Blumberger Schulleiter Timo Link ist es Zeit, diese Räume mit Leben zu füllen: „Nicht nur für Schüler ist es ein besonderer Moment, dass die Kreidetafel ausgedient hat. Mit unserem gesamten Team sind wir zuversichtlich, dass wir hier den Schülern in allen Belangen gerecht werden“, betonte er.

Einmaliger Campus

Dem Rektor der Grundschule Felix Taubenmann fehlt für diesen besonderen Ort jeglicher Vergleich. „Ich habe trotz gezielter Suche keine ähnliche Schule gefunden“, hob er die Einmaligkeit seines neuen Arbeitsplatzes hervor. Für den Gesamtelternvertreter Sven Krauß wurde besonders mit der Ganztagsschule ein großer Schritt nach vorne gemacht. Mit passenden Stücken wie „An Tagen wie diesen“ präsentierte sich auch die musikalische Umrahmung mit Miriam Gehringer von ihrer besten Seite.

Die vier Blumberger Kirchenvertreter Karlheinz Brandl (von links), Stefan Hesse, Guido Palazzari und Gabriele Remane strahlen bei der Segnung des Schulcampus mit nachhaltigen Worten und Vergleichen eine ganz besondere Aura aus. Foto: Hans Herrmann

Eine ehrfürchtige Stimmung war bei der abschließenden Segnung und den Fürbitten der örtlichen Seelsorger zum Abschluss zu verspüren. Die vier Kirchenvertreter Karlheinz Brandl (röm.-kath.), Guido Palazzari und Stefan Hesse (beide altkath.) sowie Gabriele Remane (ev.) zogen mit ihren nachhaltigen Psalmen und Vorgaben die Campusgäste in ihren Bann. Mit ihrer natürlichen Autorität versprühte das gläubige Quartett einiges an Hoffnung für die Zukunft der Schule.

Die Planung

Das Projekt
Die ersten Planungen wurden am 27. Oktober 2016 vorgenommen. Der Bauantrag wurde am 1. September 2020 gestellt. Die Baugenehmigung wurde am 29. März 2021 erteilt. Der Spatenstich erfolgte am 26. August 2021, Baubeginn war im September 2021. Der Rohbau wurde im Sommer 2022 vollendet. Mit dem Testlauf über die Pfingstferien 2024 wurde das Gesamtprojekt fertiggestellt. Die Gesamtkosten werden sich auf knapp unter 20 Millionen Euro belaufen. Allein für die Baukonstruktion standen 9 125 950 Euro zu Buche.