Wer in Hechingen das Freibad besuchen will, zahlt für das Fünf-Stunden-Zeitfenster über Mittag 5 Euro.Foto: Stopper Foto: Schwarzwälder Bote

Verwaltungsausschuss: Lebhafte Debatte

Ist das Hechinger Freibad im Vergleich zu anderen in der Umgebung zu teuer? Ja, findet SPD-Gemeinderätin Ingrid Gruler. Trotzdem will die Stadt an den Preisen vorerst nicht rütteln.

Hechingen (kla). Dass Hechingen mal Balingen und Mössingen übertrifft, wer hätte das gedacht? Leider gilt das gesichert nur beim Eintrittspreis für das Hallen-Freibad, hat jedenfalls SPD-Rätin Ingrid Gruler festgestellt und das Thema in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses angesprochen. Die Antwort legt nahe, dass dieser Effekt nur noch für einige von Corona bestimmte Wochen gelten wird.

Wer in Hechingen durch die gechlorten Fluten pflügen will, zahlt 5 Euro, in Balingen sind 4 Euro und 20 Cent fällig, in Mössingen und Haigerloch sogar nur 4. Ingrid Gruler – bekanntermaßen ein Schwimm-Fan – versteht diesen Preisunterschied nicht.

Jürgen Rohleder, als Fachbereichsleiter im Hechinger Rathaus auch für die Bäder zuständig, erklärt dies aber mit unterschiedlichen Zeitfenstern, die die Nutzer für diesen Preis erhalten. Denn in Corona-Zeiten darf man nicht mehr einfach vom Aufsperren bis zum abendlichen Schließen im Bad bleiben. Damit die Besucherzahlen keine Obergrenzen überschreiten, bucht man online eine bestimmte Zeit. In Hechingen tagsüber fünf Stunden. Was einem gemütlichen Badetag mit Familie sicher entspricht.

In den anderen Bädern bucht man für weniger Geld eventuell auch weniger Zeit, den genauen Überblick hatte Rohleder da auch nicht. Veränderungsbedarf sieht man aber in Bezug auf die Preise nicht, denn die Corona-Sonderregeln dürften ja wohl bald aufgeweicht werden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: