Mit zwei präzisen Schlägen saß der Zapfhahn beim Fassanstich des Bockbierfests in Göttelfingen – und Bürgermeister Tideman konnte die Bierkrüge füllen. Foto: Feinler

Zu 250 Jahre Biermanufaktur Baisingen schenkte Bürgermeister Markus Tideman dem Brauerei-Team und der Eintracht Göttelfingen beim Bockbierfest einen Fassanstich ohne Spritzer.

Während der Musikverein Bierlingen mit seinem Django die Bühne zum Frühschoppen erobert hatte, begrüßte Julia Bläse von der „Eintracht“ Göttefingen die Gäste zum 38. Bockbierfest.

 

Eigentlich hätte dieses seinen 40. Geburtstag gehabt, war es am 5. November 1985 zum ersten Mal umgesetzt worden. Doch aufgrund der Corona-Pandemie können die Göttelfinger und die Brauerei-Familie Teufel erst in zwei Jahren den runden Geburtstag begehen. Julia Bläse erwähnte: „Das Fest ist älter als ich selbst und zeigt, wie gut die Zusammenarbeit hier in Göttelfingen klappt.“

Für diese bedankte sich auch Brauerei-Chef Edmund Teufel, der auf ein besonderes Jubiläumsjahr zurückblickte. Erstmals gab es auf dem Bockbierfest zu Bock-Burger, Saibling im Bierteig, Schweinshaxe, Schnitzel und später den Wurstsalaten auch das alkoholfreie Baisinger Bier. Edmund Teufel sprach auch die Herausforderungen wie steigende Kosten und zunehmenden Wettbewerb an.

Hoher Stellenwert der Brauerei in Eutingen

Daher wünschte Eutingens Bürgermeister Markus Tideman der Brauerei für die kommenden 250 Jahre alles Gute. Wie hoch der Stellenwert in der Gemeinde Eutingen sei, werde nicht nur m Vereinsalltag, sondern auch bei der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen deutlich. Weil er gemeinsam mit Göttelfingens Ortsvorsteher Michael Dittmann das Fass anstechen durfte, sah er die Latte hochgelegt. Sein Üben hatte wohl Früchte getragen und nach nur zwei Schlägen saß der Zapfhahn – ohne Spritzen und Schaum.

Baisingens Ortsvorsteher Philipp Küfer (von links), Eutingens Bürgermeister Markus Tideman, Brauerei-Chef Edmund Teufel, Julia Bläse (MV Göttelfingen) und Göttelfingens Ortsvorsteher Michael Dittmann mit dem Bockbier des gleichnamigen Göttelfinger Fests. Foto: Feinler

Die Bierlinger Musiker dankten es mit Liedern wie „Wir Musikanten“, 80er-Medley oder „Vogelwiese“. Der Django schlüpfte in seinen Kittelschurz‘ und sang ordentlich mit – vielleicht ein Überbleibsel der Starparade am Samstag. Da hatte der Musikverein Grünmettstetten vor der Playbackshow der Stars gespielt. Am Sonntag traten der Musikverein Weitingen mit der „Kuschelpolka“, „Ich war noch niemals in New York“ und „Hawaii 5-O“ auf. Der Musikverein gab Lieder wie „Dem Land Tirol die Treue“ und „Wir Musikanten“ zum Besten – und sahnte bei Bock auf Preise ordentlich ab.

Zauberer Dr. Peter Patzina zeigte Gästen wie Hubert Schäfer, dass Illusion und Zauberkunst ganz nah beieinander liegen. Foto: Feinler

Die größte Freude hatte jedoch Marina geborene Röhm, denn sie holte sich gleich den Hauptpreis. Fast hätte Musiker-Vorsitzender Christoph Raible bei der Zaubershow mit Zauberer Peter Patzina seine 100 Euro verloren. Gut nur, dass der Zauberer eine Zitrone aus seinem Garten dabei hatte, aus der der grüne Schein hervorkam. Auch Hubert Schäfer aus Rohrdorf wollte den „Zaubertricks“ nicht trauen und wagte beim Karten-Spiel alles. Die erste Karte stimmte nicht, doch die zweite malte der Zauberer sich bewegend auf einem Blatt nieder und gab es dem Rohrdorfer.

Um 100 Euro ärmer wäre fast Musiker-Vorsitzender Christoph Raible bei der Zaubershow geworden. Foto: Feinler

Zum 250-jährigen Brauerei-Jubiläum beschenkte Edmund Teufel und die Biermanufaktur die Gäste mit der Zaubershow, die aber mehr als eine Bespaßung der Jugend war. So brachte Zauberer Peter Patzina das Puzzle des Lebens mit. Er hatte tiefgründige Worte für die Veränderungen, Höhen und Tiefen, zauberte ein Stück an das andere, veränderte die Magnetteile, um neue Formen zu bilden.

Tiefgründiger Abschluss zum 38. Bockbierfest

Wie im echten Leben, blieb kein Stein auf dem anderen und so mancher wurde zum Nachdenken angeregt. Am Schluss kam er jedoch zur Ursprungsform zurück, legte den Rahmen um das Puzzle und wünschte allen viel Kraft für ihr persönliche Puzzle des Lebens – ein tiefgründiger Abschluss zum 38. Bockbierfest und 250. Brauerei-Jubiläum.