Seit nun acht Pflichtspielen hat Murat Isik bei der TSG Balingen das Sagen. Wir werfen einen Blick darauf, welche Spieler statistisch gesehen vom Trainerwechsel profitiert haben und welche Akteure aktuell einen schwereren Stand als zuvor haben.
Ob in der Bundes-, Regional- oder Bezirksliga: Ein Trainerwechsel kann im Fußball immer zu Veränderungen führen. Spieler, die zuvor gesetzt waren, sind plötzlich außen vor – andere Akteure hingegen blühen auf. Wir haben die Einsatzzeiten der TSG-Spieler vor und nach dem Trainerwechsel unter die Lupe genommen und die Erkenntnisse hier zusammen gefasst.
Diese Spieler profitieren
So gibt es eine ganze Hand voll an Spielern, die unter Murat Isik aufblühen, sich im neuen System wohl fühlen und daher zu den „Gewinnern“ gehören. Hier ist an erster Stelle Nyamekye Awortwie-Grant zu nennen. Der Defensivspieler stand in allen acht Partien über 90 Minuten auf dem Platz und hat damit 720 seiner insgesamt 999 Minuten unter Murat Isik gesammelt.
Auch Pedro Almeida Morais hat sich unter Isik wieder mehr in den Vordergrund gespielt. Er stand in sieben von acht Partien in diesem Jahr in der Startelf und kommt dabei auf 587 Minuten. Gegen Walldorf musste er verletzt passen. Seine Einsatzzeiten stiegen bereits nach der Entlassung von Martin Braun rapide an. War er an den ersten 17 Spieltagen nur auf 290 Minuten gekommen, durfte er auch bei den von Fabian Kurth respektive Denis Epstein geleiteten Partien jeweils starten.
Neuzugänge sind gefragt
Ebenfalls gesetzt ist unter dem neuen Trainer bisher Lukas Ramser. Er sammelte in sieben Einsätzen – einmal war er gelb gesperrt – 620 von 630 möglichen Minuten. Auch unter Braun kam er regelmäßig zum Zug, war aber auch zwei Mal ohne Einsatz im Kader, kam gegen Fulda und Koblenz zusammen auf vier Minuten und wurde im Heimspiel gegen Schott Mainz ein- und wieder ausgewechselt. Insgesamt spielte er bisher 1486 Minuten.
Auch ein Gros der sechs Winterneuzugänge steht bei Isik hoch im Kurs. So standen Halim Eroglu, Lukas Griebsch und „Kike“ Sanchez bisher nahezu immer in der Startelf, sofern sie verfügbar waren. Auch der 19-jährige Marko Pilic kommt immerhin schon auf sechs Einsätze und 196 Minuten. Youngster Samuel Schneider stand sogar schon 245 Minuten auf dem Feld und auch Silas Bader kommt immer besser in Fahrt. Noch unter Martin Braun debütierte er gegen Offenbach für drei Minuten, sammelte aber 198 seiner 249 Minuten in diesem Jahr.
Weniger Einsatzzeit
Auf der anderen Seite gibt es auch Spieler, die weniger zum Einsatz kamen und daher bisher zu den „Verlierern“ gehören. So kommt beispielsweise Kaan Akkaya auf gerade einmal 72 Einsatzminuten unter Isik. Drei Mal war er gar nicht im Kader, zwei Mal saß er 90 Minuten auf der Bank. Zuvor war er in dieser Saison schon 16 Mal in der Startelf gestanden und hat insgesamt schon 1449 Minuten in den Beinen.
Müller und Akkaya haben es schwer
Schwer hat es im Moment auch Adrian Müller, der vom ausgeliehenen Griebsch verdrängt wurde. Er hat mit 1477 Minuten fast die gleiche Anzahl wie Akkaya – und mit 41 ähnlich wenig davon unter Isik. Bereits sechs Mal verbrachte er die komplette Spielzeit auf der Bank, zuletzt gegen Homburg war er gar nicht im Kader. Im vergangenen Jahr kam er dafür schon auf 17 Nominierungen in der Startelf.
Noch gar nicht unter Isik gespielt hat Abwehrkollege Jonas Vogler, wobei Verletzungsprobleme auch teilweise dafür gesorgt haben, dass er nicht im Kader stand. Etwas weniger zum Zug als „früher“ kommt bisher auch Jan Ferdinand. In den acht Pflichtspielen stand er nur drei Mal in der Startelf und kommt auf bisher 308 Einsatzminuten. Im gesamten Saisonverlauf sind es 1658.