In diesem Baum bei der Steppachschule haben die Hornissen in luftiger Höhe ihr Nest gebaut. Der Fachmann holt es sachgerecht herunter. Foto: Eva-Maria Huber

Mit Schutzanzug, Motorsäge und Industriestaubsauger: Zwei Experten rückten einem Nest der Asiatischen Hornisse auf den Leib – unter Applaus von Schülern und Lehrern in Villingen.

In einer starken Stunde war der Auftrag erfüllt – keine „Mission impossible“ für Ralf Claasen und Bernd Welte auf und unter einem Baum vor der Steppachschule. Der Fachberater für Wespen, Bienen und Hornissen für den Landkreis Schwarzwald-Baar aus Villingen-Schwenningen und der Imker und Insektenexperte aus Blumberg entfernten am Freitagnachmittag ein melonengroßes Nest der Asiatischen Hornisse. Während Welte in 16 Metern Höhe störende Äste abschnitt, mit einem Industriestaubsauger zunächst die Tiere heraussaugte und dann später das Nest in eine Box packte, blieb Claasen, ebenfalls im Schutzanzug, auf dem Boden des Villinger Schulgeländes. Der Applaus von Schulleitung und einigen Schülern, die die Aktion in gebührendem Abstand beobachtet hatten, war den beiden sicher.

 

Gefahr für Menschen und andere Insekten

Warum die Maßnahme? Die Hornissenart ist anders als das heimische Pendant ein Risiko für die Menschen, aber auch eine große Gefahr für die Biodiversität: Denn die asiatische Variante macht gerne Jagd auf Insekten, in den Mägen von Larven seien mehr als 1400 Insektenarten gefunden worden, 80 Prozent Bestäuber.