Um das Leben einer Katze zu retten, schanzte eine Autofahrerin in der Tailfinger Goethestraße über eine Verkehrsinsel.
Eine junge Autofahrerin hat am späten Montagabend in Tailfingen auf Höhe der Eisenbahnstraße eine Verkehrsinsel überfahren. Zwei Straßenschilder mussten das zeitliche segnen, das Auto ist ein Totalschaden und die Straße war mehrere Stunden voll gesperrt. Die gute Nachricht: Eine Katze hat durch das Ausweichmanöver ihr Leben behalten dürfen.
Die Fahrerin war gegen 21.45 Uhr aus Richtung Ebingen kommend auf der Goethestraße unterwegs, als auf Höhe der Einmündung zur Eisenbahnstraße eine Katze vor ihr Auto sprang. Sie wich der Katze aus und schanzte mit ihrem Mini Cooper über die Verkehrsinsel, auf der sich zwei Fahrtrichtungs-Pfeile befanden. Beide Schilder wurden zu Boden gedrückt, der Wagen blieb hinter der Verkehrsinsel stehen.
Nur wenige Fahrzeuge dahinter fuhr ein Streifenwagen, der auf dem Weg zu einem anderen Einsatz war. Zusammen mit Passanten, die ebenfalls anhielten, halfen die Beamten der Frau. Sie informierten einen weiteren Streifenwagen und den Rettungsdienst.
Malteser waren schnell vor Ort
Die Malteser aus Tailfingen waren – der Nähe zur Rettungswache geschuldet – schnell vor Ort. Die Fahrerin stand unter Schock und erlitt leichte Verletzungen. Im Wagen hatten die Airbags ausgelöst.
Aufgrund auslaufender Betriebsstoffe und dem Starkregen, der sie großflächig auf der Straße verteilte, wurde die Feuerwehr hinzugezogen, die mit 13 Mann unter dem Kommando von Claus Hoffmann anrückte.
Straße war gesperrt
Zuerst wurde von Hand Bindemittel gestreut und ein Gullideckel abgedichtet, damit das Öl nicht in die Kanalisation läuft. Anschließend kam die speziell ausgerüstete Ölspur-Kehrmaschine zum Einsatz.
Während der Bergungsmaßnahmen war die Straße für rund zwei Stunden voll gesperrt. Der Mini war nicht mehr Fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Laut Informationen vor Ort war die Fahrerin nicht unter dem Einfluss betäubender Mittel oder Alkohol gestanden.