Schon des Öfteren musste die Feuerwehr zum Bahnhof ausrücken. Foto: FFW Sulz

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr musste die Feuerwehr am Bahnhof technische Hilfe leisten. Grund war stets eine eingeschlossene Person.

Wenn es heißt, Treppen steigen sei gesünder als mit dem Aufzug zu fahren, könnte man es am Sulzer Bahnhof fast glauben. Denn dort kommt es immer wieder dazu, dass Personen, die eigentlich etwas ganz alltägliches machen wollen – mit dem Aufzug zum oder vom Gleis zu kommen – in selbigem eingeschlossen werden.

 

Die Einsatzabteilung Stadt wurde am Samstagmorgen um 8.28 Uhr mit dem Stichwort „Person in Aufzug“ an den Bahnhof alarmiert. Die im Aufzug eingeschlossene Person wurde durch die Feuerwehr befreit und der Aufzug im Anschluss außer Betrieb genommen.

Schlüssel für die Türen

„Der Aufzug ist auf halben Weg stecken geblieben“, beschreibt Stadtbrandmeister Florian Karl die Situation. Den Grund wüssten die Einsatzkräfte allerdings auch nicht.

Da die Feuerwehr über einen Schlüssel sowohl für die innere als auch die äußere Tür den Aufzugs verfüge, könnten diese geöffnet und der jeweilige Passant aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Zum Glück keine Platzangst

„Alternativ könnten wir auch mit einer Leiter von oben auf die Fahrstuhlkabine gelangen , um die Person zu retten“, nennt Karl eine weiter Option. Doch dieser Fall sei glücklicherweise noch nie eingetreten.

Während der Rettung erkundige sich die Wehr auch, wie es dem Eingeschlossenen in der engen Kabine gehe. „Platzangst hat bisher nie jemand gehabt“, blickt der Stadtbrandmeister auf die vergangenen Einsätze zurück.

Einsatz im Januar

Von denen hat es nämlich schon einige gegeben: Etwa vergangene Woche am frühen Mittwochmorgen, als die Feuerwehr um 5.24 Uhr an den Bahnhof alarmiert wurde. Die Ehrenamtlichen konnten die im Aufzug eingeschlossene Person befreien, der Aufzug wurde im Anschluss außer Betrieb genommen.

Auch im Januar gab es einen vergleichbaren Einsatz. Damals musste die Einsatzabteilung Stadt an einem Freitagabend um 20.39 Uhr zum Bahnhof ausrücken: Der Grund: auch hier eine im Aufzug eingeschossene Person.

Aufzug wird stillgelegt

Und Anfang Dezember 2024 kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Damals wurde eine Person an einem Sonntagmorgen um 7.40 Uhr aus dem Bahnhofsaufzug befreit.

Hat es 2024 im gesamten Jahr drei solcher Einsätze am Bahnhof gegeben, hat man diese Quote im neuen Jahr schon nach sechs Wochen erreicht. „Wir legen den Aufzug still und verlassen dann den Einsatzort“, erklärt Karl abschließend. Die weiteren Arbeiten übernähme dann Monteure.