In der Integrierten Leitstelle (ILS) in Balingen sind im Jahr 2021 rund 85 000 Hilfeersuchen eingegangen. Foto: Heinz

Freitag, 11. Februar – der 11.2. – der Tag des Notrufs 112. Das Rote Kreuz veröffentlicht aus diesem Anlass die Rettungszahlen für den Zollernalbkreis im vergangenen Jahr.

Zollernalbkreis - Anlässlich des Europäischen Tags des Notrufs haben das Rote Kreuz und das Landratsamt darauf hingewiesen, dass im Jahr 2021 rund 85 000 Hilfeersuchen die Integrierte Leitstelle in Balingen erreicht haben. Die Einsatzzahlen sind gestiegen.

Am Anfang einer schnellen Rettung von Menschen steht die sofortige Alarmierung. Dies gelingt, wenn die Notrufnummer 112 “ überall in der Bevölkerung bekannt ist. Darauf haben das Rote Kreuz und das Landratsamt Zollernalbkreis anlässlich des europäischen Tags des Notrufs am 11. Februar hingewiesen.

Richtiges Verhalten rettet Leben

Bei der Alarmierung des Rettungsdienstes und der Feuerwehr und danach könne ein richtiges Verhalten Leben retten. "Das Rote Kreuz hat das Ziel, so schnell wie nur möglich zu helfen", so der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Zollernalb, Heiko Lebherz. Die Grundlage für eine schnelle Hilfe sei, dass die Notrufnummer 112 überall bekannt ist. Dann könne der Disponent in der Leitstelle die richtigen Fragen stellen und falls notwendig, die Ersthelfer vor Ort bei lebensrettenden Sofortmaßnahmen anleiten und begleiten.

Wichtig seien dabei Erste-Hilfe-Kenntnisse: "Ein Rotkreuzkurs dauert einen Tag, kann aber unter Umständen ein Leben retten", so Lebherz. Damit die Retter schnell zum Einsatzort kommen können, sollte jeder Autofahrer zudem die Regel der Rettungsgasse kennen: Fahrzeuge auf der linken Spur nach links ausweichen, Fahrzeuge auf den anderen Spuren nach rechts – dann kommen die Rettungsfahrzeuge rasch voran.

Einsatzzahlen steigen

Die Einsatzzahlen 2021 sind gestiegen Rund 85 000 Hilfeersuchen erreichten die Integrierte Leitstelle in Balingen im vergangenen Jahr. Dies entspricht rund 5000 mehr als im Vorjahr. Eine Minute und 40 Sekunden dauert im Durchschnitt ein Telefonat. Knapp 18 000 Einsätze gab es für die Rettungswagen. Die Feuerwehren im Zollernalbkreis wurden zu 244 Bränden alarmiert. Nur zehn dieser Einsätze waren Großbrände. Bei den anderen Einsätzen konnte oftmals durch einen rechtzeitigen Notruf und das fachkundige Einschreiten der Feuerwehr eine Brandausbreitung verhindert werden. Bei Bränden mussten durch die Feuerwehr 25 Menschen aus Lebensgefahr gerettet werden.

Große Einsatzbereitschaft

Im vergangen Jahr wurden von den Feuerwehren darüber hinaus 1117 Einsätze zur technischen Hilfe bei Unglücksfällen, wie Verkehrsunfällen, geleistet. Dabei konnten 143 Menschenleben und 20 Tiere gerettet werden. In 18 Fällen kam für Unfallopfer im Zollernalbkreis jede Hilfe zu spät.

Motivation ist hoch

"Das alles erfolgt ehrenamtlich und hoch professionell. Die Einsatzbereitschaft und der hohe Ausbildungsstand zeichnen unsere Feuerwehren im Zollernalbkreis aus. Die Zahl der Feuerwehrangehörigen ist zum Jahreswechsel mit 2599 Angehörigen leicht gestiegen. Bei der Jugendfeuerwehr ist ein leichter Zuwachs auf 656 Jugendliche zu verzeichnen", betont der Kreisbrandmeister Stefan Hermann. "Besonders erfreulich ist, dass wir landkreisweit wieder einen leichten Personalzuwachs bei den Einsatzabteilungen der Feuerwehren verzeichnen können. Trotz des eingeschränkten Diensts durch die Corona-Pandemie scheint die Motivation der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen weiterhin sehr hoch zu sein."