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Einmal tanzen mit Star-Choreograph Steven Christ

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Steven Christ und sein Team verlangen beim Anti-Drogen-Tag von den Schülern volle Konzentration und Körpereinsatz. Die Schrittfolgen zu erlernen, ist schwieriger als gedacht. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Jelena Wall

u Schüchtern stehen die Mädchen im Klassenzimmer verteilt. Sie wissen nicht, worauf sie sich eingelassen haben. Einmal im Jahr findet in der Christiane-Herzog-Realschule Nagold im Rahmen eines Anti-Drogen-Tags ein Tanzworkshop mit dem Profi Steven Christ statt.

Während eines Tages können sich Siebtklässler an der Christiane-Herzog-Realschule bei verschiedenen Kursen und Workshops im Rahmen des Anti-Drogen-Tages unter Beweis stellen. Die Schüler sollen im Rahmen des Aktionstages sich selbst von einer anderen Seite kennen-lernen. Motivation und Ehrgeiz beim Lernen sollen sie verspüren, wenn es nach dem Willen des Teams um Steven Christ geht. Zur Unterstützung hat er Konstantin Miller und ­Silvia Rodrigues mitgebracht.

Um die Stimmung zu lockern und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, beginnen die Kursleiter mit einer kurzen Fragerunde. "Erst wenn die Atmosphäre stimmt, studiert man die ersten Schritte ein", weiß Konstantin Miller.

"Was einem sofort auffällt, ist die Koordinationsschwäche bei vielen Jugendlichen", sagt Steven Christ. In drei Kursen bringen sie insgesamt 45 Schülern das Tanzen bei. Während sie ihren Schützlingen die Schritte beibringen, ist ihnen die Konzentration förmlich ins Gesicht geschrieben. Am Ende der zwei Stunden beherrschen die Schüler eine Schrittfolge "und strahlen dabei über beide Ohren", versichert Christ, "das motiviert mich". Sein Erfolgsrezept: "Wir gehen alle freundschaftlich miteinander um. Gleichzeitig ist es wichtig, Disziplin und Ordnung von den Schülern zu verlangen."

Für die Tanzkurse melden sich meist nur Mädchen an. "Jungs wollen sich meist durch andere Dinge profilieren und nicht durchs Tanzen. In dem Alter spielt die Kleidung und der Ruf eine wichtige Rolle. Das Schamgefühl darf man auch nicht vergessen", weiß der 41-Jährige.

Dabei ist der Tanz-Workshop weit mehr als nur ein zweistündiger Kurs. "Wenn wir einen talentierten Jugendlichen bei dem Aktionstag sehen, bieten wir ihm an, dass er oder sie uns in der Tanzschule besucht", sagt der Tanzlehrer Konstantin Miller.

Den Einsatz des in Nagold geboren Multitalents Steven Christ, Choreograph und DJ, spürt man auch in seiner eigenen Tanzschule. "Jedes halbe Jahr legen mir die Tanzschüler ihre Zeugnisse vor. Wenn etwas schief läuft, bekommen sie eine Sperre, bis es in der Schule besser funktioniert", schildert Christ.

Steven Christ ist das beste Beispiel, wie aus einem schlechten Start ein erfolgreicher und gelungener Lebenslauf werden kann. Als Kind ging er in die Sonderschule, dann entdeckte er das Tanzen für sich. Mit 14 Jahren versuchte er sich das erste Mal als DJ. Im Jahr 2004 eröffnete er seine Tanzschule "Quiet Storm Street Dance Unity" in Nagold. Das Tonstudio "Beat Storm Records" ist fertiggestellt und wird die musikalische Vielfalt Nagolds erweitern. Ein Beispiel, das Mut macht.

Weitere Informationen: Am Sonntag, 20. Mai, ab 17.30 Uhr, tritt die Gruppe "Quiet Storm" beim Friedrich Boysen Forum auf.

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