Sabine Günter, kommissarische Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins, freut sich schon auf die Nacht der 1000 Lichter. Foto: Moser

Die Nacht der 1000 Lichter steht am Freitag in St. Georgen bevor. In vorweihnachtlicher Atmosphäre laden die Einzelhändler ein – Lichterschein natürlich inklusive. Die Energiekrise spielt da keine große Rolle – aus einem einfachen Grund.

St. Georgen - Bis 22 Uhr durch die Geschäfte bummeln, Gebrauch von den verschiedenen kulinarischen Angeboten machen, vielleicht schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk einkaufen – und das alles im Schein von namensgebenden 1000 Lichtern. Das ist die Idee der langen Verkaufsnacht, welche der Handels- und Gewerbeverein (HGV) St. Georgen am kommenden Freitag, 25. November, ausrichtet.

Der Name kann aufhorchen lassen: 1000 Lichter – und das in Zeiten der Energiekrise? Doch Sabine Günter, kommissarische Vorsitzende des HGV, gibt Entwarnung: Zwar werden die Einzelhändler – wie es mittlerweile Tradition hat – die städtische Weihnachtsbeleuchtung noch durch eigene beleuchtete Christbäume vor den Geschäften ergänzen, erklärt Günter. Größere elektrische Lichter oder gar Leuchtinstallationen wie etwa bei der Villinger Lichternacht im Oktober wird es in St. Georgen aber nicht geben.

Ehemals als Nacht der 1000 Kerzen bekannt

Und das nicht erst wegen der Energiekrise: Was den Großteil der weihnachtlichen Dekoration – gerade in den Schaufenstern – anbelangt, setzen die Händler in der Bergstadt bei der Nacht der 1000 Lichter lieber auf Kerzen, Windlichter und Co. "Das haben wir eigentlich schon immer gemacht", sagt Günter im Gespräch mit unserer Redaktion. So fand die lange Einkaufsnacht bis 2014 sogar unter dem Titel "Nacht der 1000 Kerzen" statt. Seit der Ausgabe im Jahr 2015 ist die Veranstaltung als Nacht der 1000 Lichter bekannt.

Bewirtung nach zwei Jahren Pause wieder möglich

So hofft die kommissarische HGV-Vorsitzende in diesem Jahr auf eine Nacht der 1000 Lichter, die endlich einmal wieder unter Normalbedingungen stattfinden kann, nachdem man bei den beiden Ausgaben in den Jahren 2020 und 2021 wegen Corona nur auf Schmalspur fahren konnte. Auf eine große Attraktion, wie es sie in vergangenen Jahren schon gab, wird man in diesem Jahr verzichten müssen. Dazu, sagt Günter, bestünden noch zu viele Unsicherheiten in der Planung, wodurch diese kurzfristiger erfolgen musste.

Immerhin ist in diesem Jahr aber wieder eine Bewirtung durch diverse Vereine und Organisationen möglich – und auch die Händler haben sich die eine oder andere besondere Aktion einfallen lassen. Zudem startet am Freitag das alljährliche Weihnachtsgewinnspiel der HGV-Betriebe. Bis Heiligabend gilt es, in vier verschiedenen Geschäften Stempel zu sammeln. Als Hauptpreis winkt in diesem Jahr ein HGV-Gutschein im Wert von 300 Euro.