Beinberg hat seine Eingliederung nach Bad Liebenzell vor 50 Jahren gefeiert. Bürgermeister Roberto Chiari machte aber deutlich, dass die Zeiten wegen der finanziellen Lage schwieriger werden.
Eine gewisse Angespanntheit war bei Thomas Todt und Simon Nonnenmann nicht zu übersehen. Aber Hand aufs Herz, bei dem Programm das der Beinberger Ortschaftsrat in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde, dem Kindergarten „Spatzennest“, dem Roten Kreuz und dem Förderverein Dorfzentrum auf die Beine gestellt hat, war das auch kein Wunder.
Halb Beinberg war in die Feier anlässlich 50 Jahre Eingliederung zu Bad Liebenzell mit eingespannt, ganz Beinberg zu dem Anlass auf den Beinen. Vor allem der Kindergarten brachte Bewegung in die Reihen. Zu den Darbietungen der Kleinsten bildete sich vor dem „Spatzennest“ die größte Runde.
Dabei war ein großer Teil der Besucher zum Zeitpunkt der Eingliederung noch nicht einmal auf der Welt. Somit konnten sie die damaligen Sorgen auch kaum nachvollziehen.
Einst land- und forstwirtschaftlich geprägt
Wie aus der Rede von Bürgermeister Roberto Chiari zu entnehmen war, zählte der Ortsteil zum damaligen Zeitpunkt 278 Einwohner, die Zustimmung war mit 132 von 143 Stimmen nach seinen Ausführungen überwältigend. Hauptargumente seien damals die Sicherung der Wasserversorgung, das Thema Abwasser, die dörfliche Weiterentwicklung und die Chance auf einen Anschluss an die Touristik der Stadt Bad Liebenzell gewesen. Beinberg, 1431 erstmals urkundlich erwähnt, war über Jahrhunderte land- und forstwirtschaftlich geprägt und hat sich seinen Charakter bis heute bewahrt. „Eine lebendige und liebenswerte Gemeinschaft“ lobte Chiari das Miteinander in der Gemeinde mit Ortsvorsteher Thomas Todt und seinem Stellvertreter Simon Nonnenmann an der Spitze.
Finanzen bereiten großes Kopfzerbrechen
Chiaris Ausblick in die Zukunft war allerdings geprägt von der finanziellen Lage der Stadt: „Generationen vor uns haben die Gelder genutzt, die uns heute fehlen.“ Der Gemeinderat stehe vor großen Herausforderungen. „Wir werden in manchen Bereichen Abstriche machen müssen,“ kündigte der Bürgermeister an. Darum sei der Zusammenhalt besonders wichtig.
Den bewies der kleine Ort in Form einer großen Gemeinsamkeit beim Eingliederungsfest. Eine Ausstellung im Dorfsaal lud zum Innehalten ein und gab einen Einblick in die Beinberger Geschichte.
Bierwagen der Feuerwehr
Der Kindergarten stellte sich vor. Es gab Kinderschminken, Gesangseinlagen und Fahrten mit dem bis Bobby Car. Darüber hinaus stellte sich die Jägervereinigung mit ihrem Info- Mobil vor. Für eine Bewirtung war gesorgt.
Musikalisch legte sich „Rudis Blechhaufen“ ins Zeug. Beim Bierwagen der Feuerwehr sorgten „Unterlagscheiben“ als Pfandmarken für Grund zum Schmunzeln.