Das alte Gästehaus Rössle im Thannweg 8 in Berneck wird abgebrochen. Was dafür dort entstehen soll, wurde im Gemeinderat Altensteig öffentlich erläutert.
Das ehemalige Gästehaus im Bernecker Thannweg 8 und die Zukunft des Grundstücks waren Thema im Gemeinderat. Nun wurden Details bekanntgegeben.
Demnach möchte das Hotel Rössle auf dem Gebiet ein neues, kleines Gästehaus bauen sowie elf Chalets in unterschiedlichen Preisklassen, die relativ autarken Urlaub möglich machen sollen. Das Gästehaus soll zehn Zimmer haben und eine Sonnenterrasse. „Das würde sich sicher sehr gut in den Hang hineinfügen“, meinte die Bauamtsleiterin und betonte das Potenzial, das Gebiet touristisch zu erschließen.
Abriss ist wirtschaftlich alternativlos
Für das Gästehaus gibt es nur die Option Abriss, machte Bauamtsleiterin Nadine Hentschel in der Sitzung deutlich. Denn das Gebäude, das früher als Gästehaus Rössle bekannt war ist nicht mehr zu sanieren. Das Haus hat mehrfach – unsachgemäße – Sanierungsversuche hinter sich und wechselte mehrfach in kurzer Zeit den Besitzer, bis die Stadt das Gebäude schließlich erwarb. Damit sollte etwas Ruhe einkehren. Dort weiter oder wieder einen Hotelbetrieb einzurichten, sei nicht möglich, habe eine Prüfung ergeben, erläuterte Hentschel.
Naturschutzrechtlich sei nicht allzu viel zu beachten, auch zum Lärmschutz brauche es kein Gutachten – das Chaletdorf ist eine wohnähnliche Nutzung. Damit das Projekt umgesetzt werden könne, brauche es allerdings eine Änderung im Bebauungsplan, damit Beherbergung auf dem Grundstück möglich wird.
Bürgermeister Valha betonte seine Unterstützung für das Projekt: „Es ist eine Riesenchance für Berneck, eine Riesenchance für Altensteig.“ Im Umkreis gebe es kein vergleichbares Projekt.
Auch Stadtrat Fabian Müller (Freie Wähler) betonte, welche Aufwertung Berneck dadurch erfahren könne, das einmal ein touristischer Hotspot war.
Marcus Lotzin (AfD) fragte, wer die 15.500 Euro Planungskosten trage. Außerdem wollte er wissen, wann die Gesamtfinanzierung vorgetragen werde.
Bauamtsleiterin Hentschel erwiderte darauf, dass die Gesamtfinanzierung schon in der nichtöffentlichen Sitzung im September vorgetragen wurde, als der Grundsatzbeschluss für das Projekt gefasst wurde. Die 15.500 Euro Planungskosten trage die Stadt, – wie es auch in der Vorlage zur Sitzung vermerkt war. Die Erschließungskosten der Bauherr.
Der Gemeinderat stimmte mit zwei Gegenstimmen für die Änderung des Bebauungsplans.
Projekt wurde nicht-öffentlich schon oft besprochen
Nachdem es zahlreiche nicht-öffentliche Besprechungen zum Projekt gegeben habe, geht es nun mit dem Thema an die Öffentlichkeit. Einen kleinen Einblick gab es im vergangenen Oktober, als es um den Antrag auf Leader-Mittel ging. Damals kam das Projekt im Gemeinderat auf den Tisch, als Priorität 1 bei der Förderung.
Infoveranstaltung
Für die Bürger und Bürgerinnen ist eine Infoveranstaltung geplant, an der Fragen gestellt werden können und die Verantwortlichen mit den Berneckern über das Thema ins Gespräch kommen möchten. Diese ist am Donnerstag, 12. Februar, ab 18 Uhr im Haus des Gastes. Außerdem wird die Hauptstraße 1, die ebenfalls für Investoren vorbereitet wird, Thema sein.