Die Winterpause in den Fußballligen ist angebrochen und doch werfen wir den Blick bereits ein paar Monate voraus: Welche Teams würden anhand der aktuellen Platzierungen absteigen?
Dass das sportliche Abschneiden des SSV Ulm für Bezirksligist TSV Laufen/Eyach eine Bedeutung haben soll, klingt auf den ersten Blick weit hergeholt. Und doch beeinflusst die 3. Liga indirekt auch wieder den Abstiegskampf in der Bezirksliga Schwarzwald/Zollern. Der TSV sei hier stellvertretend für die vielen Teams genannt, die um den Ligaverbleib kämpfen und auf vakanten Plätzen rangieren.
Klar ist: Nach aktuellem Stand würde es zwar kein „Worst-Case-Szenario“ geben, das zu maximal vielen Absteigern in der Bezirks- und den Kreisligen führt, eine kleine Flut an Absteigern gäbe es aber allemal. Wir geben einen Überblick, wie sich die Situation nach aktuellem Stand gestalten würde – wohlwissend, dass in der Rückrunde noch viel passieren kann.
Packt der SSV Ulm die Rettung?
3. Liga: Hier steht der SSV Ulm momentan auf dem drittletzten Rang und wäre abgestiegen. Das Team von Pavel Dotchev weist 16 Zähler auf, und ist vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Außerdem hat man das wesentlich schlechtere Torverhältnis. Mit dem 1. FC Saarbrücken ist ein weiteres Südwest-Team als 15. nur zwei Zähler über dem Strich und ebenfalls in Gefahr.
Regionalliga Südwest: Balingen und Bahlingen, beide Vereine würden nach aktuellem Stand absteigen und kommende Saison in der Oberliga Baden-Württemberg spielen. Als Dritt- respektive Vorletzter wäre dies so oder so der Fall. Sollte Ulm aber wirklich absteigen, würde auch der 15. Rang, auf dem Bayern Alzenau steht, nicht reichen. Der SC Freiburg II als 14. ist bereits zehn Punkte vor den Balingern.
SSV Reutlingen wäre abgestiegen
Oberliga Baden-Württemberg: Die zwei Absteiger aus der RLSW hätten fünf Absteiger zur Folge. Diese Zahl könnte sich wiederum auf vier verringern, wenn der Tabellenzweite analog zur TSG Balingen in diesem Sommer über die Aufstiegsspiele den Aufstieg schafft.
Zur Vereinfachung und um das schlimmstmögliche Szenario aufzuzeigen, gehen wir aber nicht von diesem Fall aus. Die Absteiger wären 1. FC Normannia Gmünd, SSV Reutlingen, FSV Hollenbach, FSV 08 Bietigheim-Bissingen und FC Denzlingen. Bis auf letztgenannte Mannschaft müssten alle Teams den Gang in die Verbandsliga Württemberg antreten.
Zwei relevante Absteiger
Verbandsliga Württemberg: Vier Absteiger „von oben“ würden satte sieben Absteiger in der Liga des FC Holzhausen bedeuten. Diese haben als Tabellenzweiter damit nichts zu tun, könnten bei einem möglichen Aufstieg sogar noch ein Team retten. Unter den Absteigern wären mit dem FC Rottenburg und der TSG Tübingen auch zwei für die Landesliga (Staffel 3) relevante Teams.
Landesliga III: Bei zwei Absteigern aus der Verbandsliga gibt es eine Klasse darunter vier Absteiger, der Fünftletzte (aktuell SV Seedorf) spielt in der Relegation um den Ligaverbleib. Den Gang in die Bezirksliga müssten aktuell der TuS Ergenzingen, FC 07 Albstadt, TSV Harthausen/Scher und die SpVgg Freudenstadt antreten. Auch der VfL Mühlheim (Platz 12) und BSV Schwenningen (Platz 10) sind noch in Reichweite der Abstiegsplätze und würden wie Albstadt und Harthausen in die Bezirksliga Schwarzwald/Zollern rutschen.
Bubsheim in der Relegation
Bezirksliga Schwarzwald/Zollern: Laufen/Eyach, Bösingen II/Beffendorf, Kolbingen, Schramberg/Sulgen, der SV Wurmlingen und Rot-Weiß Ebingen wären nach jetzigem Stand unter dem Strich. Der SV Bubsheim müsste in die Relegation.
Bei sechs Bezirksliga-Absteigern gäbe es in jeder der vier A-Liga-Staffeln vier Absteiger. In der Spielzeit 2026/27 soll dort nur noch in drei Staffeln gespielt werden.