Behördengänge und Papierberge werden mit zunehmender Digitalisierung der Ämter immer weniger. Marco Bäuerle erzählt, was in Altensteig mittlerweile online möglich ist.
Das „digitale Amt“ schreitet in Altensteig voran. Im Gemeinderat berichtete Marco Bäuerle, im Hauptamt für das Thema Digitalisierung verantwortlich, was mittlerweile alles über das Internet erledigt werden könne.
Angefangen bei Bürgern und Bürgerinnen, die neu nach Altensteig ziehen. Die elektronische Wohnsitzanmeldung ist mittlerweile möglich. Damit sei Altensteig eine der ersten Kommunen in Baden-Württemberg, die diesen Service eingeführt hätten, meinte Bäuerle. Und der Erfolg sei bereits sichtbar: „Die Leute nehmen es gern an.“
Online-Ummeldung wird sofort angenommen
Er erzählte vom Anfang. Als das Angebot eingeführt wurde, sollte es eigentlich in der Praxis getestet werden. Aber wo jemanden aus dem Bekanntenkreis hernehmen, der gerade zufällig umzieht?
Diese Überlegung endete abrupt, als das Angebot direkt von einem Nutzer angenommen und genutzt wurde. „Das war jemand, den wir gar nicht kannten“, berichtet Bäuerle schmunzelnd. Mittlerweile hätten sich schon ganze Familien über das Online-Angebot umgemeldet. Der Aufkleber für den Ausweis werde per Post zugeschickt.
Wer dennoch im Bürgerbüro persönlich vorsprechen möchte, kann online einen Termin buchen. Auf der Website der Stadt findet sich ein Terminvergabeportal.
Seit kurzem gebe es auch die „Ehe online“. Das bedeute nicht, dass per Zoom geheiratet werde, hatte die Stadt schon auf ihrem WhatsApp-Kanal beruhigt. Aber die ganzen Papierformalien können nun von zuhause aus digital erledigt werden.
Schafft sich das Paar dann ein eigenes Heim und möchte bauen, kann es die Baugenehmigung ebenfalls über das virtuelle Bauamt beantragen.
Soll es doch die Mietlösung sein, gibt es auf der Homepage der Stadt den digitalen Mietspiegel. Per Link gelangen die Nutzer auf ein Onlineportal, wo die ortsübliche Vergleichsmiete ermittelt werden kann. Dort können die Daten zur Wohnung eingegeben und so verglichen werden.
Bei der E-Akte „sehr gut aufgestellt“
Was die E-Akte betreffe, „sind wir sehr gut aufgestellt“, erklärte Bäuerle und nannte das Ordnungsamt als Beispiel: Dort gebe es fast nichts mehr, was auf Papier erledigt werde.
Wer die Online-Leistungen in Anspruch nehmen möchte, braucht für manche Leistungen eine Onlinefunktion beim Personalausweis oder eine BundID. Mit dieser soll eine sichere Identifikation des Antragstellers möglich sein und ist kostenlos.
Nicht nur am heimischen Rechner soll die Digitalisierung in der Stadtverwaltung bemerkbar sein. Im Rathaus etwa können Besucher ihren Besuch bewerten – mit einer Feedback-Station, die direkt am Eingang zu finden ist.