Mit Narrenkappe, Musik der Stadtkapelle und einer humorvollen Predigt mit Ballons und Gesang stimmte Pfarrer Bethäuser die Gläubigen auf die Vöhrenbacher Fasnet ein.
Auch in diesem Jahr gab es zum Start der Vöhrenbacher Fasnet-Saison die Messe mit den Narren in der Pfarrkirche St. Martin. Pfarrer Harald Bethäuser hatte auch wieder eine Predigt vorbereite, die mit ihren Einlagen für viel Spaß und Beifall sorgte.
Bevor am Samstagabend die Vöhrenbacher Fasnet ausgerufen und damit offiziell eröffnet wurde, trafen sich die Narren in großer Zahl in der Pfarrkirche. Für einen besonderen Charakter sorgte die verschiedenen Fasnet-Gewänder wie die Prinzengarde oder das Häs der Sublodere.
Ganz besonders gehört zu dieser Messe traditionell die Stadtkapelle, die den Gottesdienst feierlich mit „Highland Cathedral“ eröffnete. Sowohl die Gotteslob-Lieder als auch die Fasnachtsmelodien wurden von der Stadtkapelle unter Leitung von Benjamin Hummel begleitet.
Quasi als Motto dieses Gottesdienstes erklang so nach der Lesung ein Lied, das eigentlich das närrische Treiben in der Festhalle umschreibt, aber genauso auf das Gotteshaus und diese besondere Messe bezogen werden kann: „Einmal Narr zu sein unter diesem Dach, mit dem Narrenverein von Vöhrenbach. Davon hab‘ ich schon als kleiner Bub geträumt. Hier zu stehen, des isch mei allergrößte Freud!“
Eine etwas andere Predigt
Bevor Bethäuser seine Predigt begann, bekam er zuerst einmal von Raphael Faller von der Heimatgilde die Narrenkappe überreicht. Er konnte nun mit der Narrenkappe eine etwas andere Predigt halten.
Er nahm sich eine ganze Reihe von Vöhrenbacher Themen vor. Und jedes Thema endete mit „Man höre und staune – …“. Zusätzlich löste Bethäuser jedes Mal einen Ballon vom Lesepult und stimmte dabei den aktuellen Hit an „Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune…“.
Alle standen zu jedem Ballon auf und sangen diesen Schlager mit den entsprechenden Bewegungen mit, was für viel Heiterkeit und Stimmung sorgte.
Zu den Themen gehörte nach einer kurzen Bilanz der weltweiten Krisen, die Schüler aus Unterkirnach, die nun wieder die alte Schule bevölkern, das Tempo 30 im Städtle oder sogar ein Besuch von Donald Trump im Pfarrhaus, der hier nicht eine eisige Insel, sondern den Wein des Pfarrers annektiert hatte. Und nicht zuletzt ging es um die neue große Kirchengemeinde „Unsere Liebe Frau Villingen“.
Eine Landkarte für Bürgermeister Wehrle
Bethäuser überbrachte Bürgermeister Heiko Wehrle mitten im Kirchenschiff eine Landkarte der Kirchen in der neuen Pfarrei, damit er dem Pfarrer künftig weiterhelfen kann, wenn dieser die Gemeinden nicht findet. Nach dem festlichen „Großer Gott, wir loben dich“ der „närrischen Gemeinde“ und dem Narrenmarsch ging es dann vor der Kirche weiter mit dem Ausrufen.