Julia Eisfeld freut sich schon auf die Eröffnung. Foto: Eisfeld

Julia Eisfeld will, dass ihre neue Bar „Paradox“ ein zentraler Anlaufpunkt in Oberndorf wird – und das nicht nur abends. Uns gewährt sie vor der Eröffnung Einblick in die umgestalteten Räume im Bahnhofsgebäude.

Was das Oberndorfer Nachtleben angeht, ist durchaus noch Luft nach oben – das findet zumindest Julia Eisfeld, die nun den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit wagt.

 

Kneipen und Gasthäuser gebe es in Oberndorf und Umgebung schon ein paar, sagt die 22-Jährige. Bislang vermisst hat die Dietingerin eine gemütliche Bar, die man beispielsweise mit Freundinnen oder dem Partner besuchen kann. Einen Ort, an dem sich auch Frauen wohlfühlen, wie sie sagt.

Chance genutzt

Als sie dann erfuhr, dass das „Bahnhoflädle“ in Oberndorf schließt, sah sie den richtigen Zeitpunkt gekommen, um ihre eigene Idee umzusetzen, und setzte sich mit den Besitzern in Verbindung.

Die Investoren Timo Harpain und Felix Hofmann hatten das Gebäude im Frühjahr 2021 von der Stadt erworben. Es folgte eine umfangreiche Sanierung – knapp eine Million Euro floss in das Gebäude.

Im Erdgeschoss hatte Anja Schmid das „Bahnhoflädle“ mit regionalen Produkten geführt, dieses aber nach nur einem Jahr aus wirtschaftlichen Gründen wieder schließen müssen.

Umbau erforderte einige Monate

Julia Eisfeld hofft nun, dass ihr Konzept gut angenommen wird – auch über Oberndorf hinaus.

Vor dreieinhalb Jahren hat sie ihre Ausbildung zur Friseurin abgeschlossen und bis zuletzt in diesem Beruf gearbeitet. Mit einer eigenen Bar betritt sie Neuland und ist entsprechend aufgeregt, wie sie zugibt, freut sich aber auch auf diese Herausforderung.

Der Innenraum bietet Platz für rund 70 Personen. Foto: Eisfeld

In den vergangenen Monaten hat sie viel Zeit und Geld in die Renovierung gesteckt. Weil das Bahnhofsgebäude denkmalgeschützt ist, erforderte manche Umbaumaßnahme, wie etwa der Einbau von Toiletten, einen langen Atem, erzählt die 22-Jährige.

Edel und zum Wohlfühlen

Entstanden ist ein modern eingerichteter Raum mit Platz für rund 70 Personen mit gemütlichen Sesseln, Tischen in Marmoroptik und insgesamt einer sehr edel wirkenden Einrichtung. Im Sommer wird es auch Plätze auf der Terrasse vor dem Gebäude geben, kündigt Eisfeld an.

Die Bar befindet sich im Bahnhofsgebäude. Foto: Eisfeld

Neben Getränken aller Art wird es tagsüber und abends auch Snacks wie Baguettes, Flammkuchen und Brownies geben. Das „Paradox“ soll über den Tag auch als Café fungieren und den Bahnreisenden die Möglichkeit geben, die Wartezeit gut zu überbrücken.

Zusätzlich zum Barbetrieb am Abend plant sie etwa zweimal im Monat am Wochenende Veranstaltungen mit DJ-Beteiligung.

Eröffnung am Samstag

In Sachen Personal erhoffen sich Eisfeld und ihr Partner, die die Bar vorerst zusammen schmeißen, noch Unterstützung mit Gastronomie-Erfahrung. „Wir schauen uns da gern was ab“, meint die 22-Jährige.

Die Bar „Paradox“ wird am Samstag, 12. Oktober, um 19 Uhr mit einem Sektempfang eröffnet. Ab dann wird sie täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet sein, am Samstag und Sonntag bis 3 Uhr.