Der Platz neben der Kirche ist ansprechend gestaltet. Foto: Schatz

Sanierung: Umfangreiche Arbeiten rund um die Dotternhausener Kirche sind abgeschlossen / Spenden sollen bei Finanzierung helfen

Zahlreiche Baumaßnahmen und Sanierungsarbeiten wurden rund um die St. Martinuskirche in Dotternhausen in Angriff genommen. Sie sind nun abgeschlossen.

Dotternhausen. Grund für die neue Platz- und Weggestaltung waren die Probleme mit der Feuchtigkeit in der Kirche, die den Putz und das Mauerwerk in Mitleidenschaft zogen. Der Kirchengemeinderat beschloss daher die Sanierung des Fundaments und gleichzeitig die Schaffung eines barrierefreien Zugang.

Im Einzelnen: Zum einen wurde die Verbindung zwischen Kirche und St.-Anna-Stift verbessert. Zum anderen hatten die Wege um die Kirche Schäden und wurden erneuert. Am Haupteingang zur Kirche wurde zudem die Platzfläche vergrößert.

Ein neu angelegter Weg im Süden ermöglicht nun einen barrierefreien Zugang zum Pfarrbüro. Auch im Bereich zwischen Seiteneingang und Treppe zur Sakristei ist eine Platzfläche entstanden; zudem wurde ein gespendetes Holzkreuz errichtet. In östlicher Richtung, wo das Epitaph der Marie Sophie Freifrau von Cotta steht, gibt es nun einen Aussichtsplatz mit Sitzbank. Insgesamt, so ein Fazit, sei ein stimmiges Konzept umgesetzt worden, durch das eine bessere Anbindung des Gemeindehauses, also des St. Anna-Stifts, und des Pfarramts geschaffen wurde.

Damit die exponierte Lage der Kirche wieder besser zu erkennen ist, wurden Bäume und Sträucher entfernt und Neueinpflanzungen vorgenommen. Das Gebäude präsentiert sich am schönsten, wenn man von Balingen her den Ort betritt. Hoch auf dem Hügel gelegen, auf den rund 40 Stufen führen, bietet es einen beeindruckenden Anblick.

Die Maßnahmen wurden an zwei Architekturbüros vergeben: die Fundamentsanierung mit Drainage und Zugangsrampe an das Architekturbüro Klink aus Spaichingen zum Kostenvoranschlag von 224 000 Euro, die Planung der Außenanlage an das Landschaftsplanungsbüro Siegmund und Winz aus Balingen zum Kostenvoranschlag von 402 800 Euro.

Diese 628 800 Euro werden finanziert durch einen Zuschuss der Diözese von 271 000 Euro, einem weiteren der Gemeinde Dotternhausen über 62 000 Euro – der Rundweg an der Kirchenwiese ist der Diözese erst in einem weiteren Bauabschnitt genehmigt worden, nachdem der Gemeinderat entschieden hatte sich an diesen Kosten zu beteiligen – und durch die Entnahme von Rücklagen der Kirchengemeinde in der Höhe von 211 000 Euro bei. Zudem soll ein Kredit über 50 000 Euro aufgenommen werden, 32 800 Euro sollen mit Spenden gedeckt werden.

Der Förderverein St. Martinus will jedoch dafür sorgen, dass die Kreditaufnahme nicht notwendig wird und hat sich zum Ziel gesetzt, 85 000 Euro innerhalb der nächsten drei Jahren zu sammeln. Er sei zuversichtlich, dies auch zu schaffen angesichts der bis jetzt eingegangenen Spenden und Erlöse abgehaltener Veranstaltungen sowie der Ersparnisse, die durch die umfangreichen Eigenleistungen von Kirchengemeinderat und Mitbürgern ermöglicht wurden. Das Ziel der Maßnahme, an dem für Dotternhausen so imposanten Kirchengebäude einen Platz der Begegnung für die Bewohner zu schaffen, egal welcher Konfession, sei daher zu erreichen.

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