In den Sportpark Brühl in Zell wurde eingebrochen. Nun gibt die Polizei einige Tipps, um es Einbrechern schwer zu machen.
Unbekannte sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag ins FC-Vereinsheim in Zell, den Sportpark Brühl, eingebrochen. Sie verschafften sich Zutritt über die verschlossene Tür, die sie aufbrachen und entwendeten dann eine Geldkassette mit einem niedrigen dreistelligen Betrag. Dies berichtet Polizeisprecher Thomas Batzel im Gespräch mit unserer Redaktion.
Vorfall trifft Verein menschlich
Der FC Zell postet den Vorfall in den Sozialen Medien und schreibt: „Wir möchten alle umliegenden Vereine im Umkreis warnen: Bitte kontrolliert eure Sportheime, verschließt Türen und Fenster besonders sorgfältig und achtet auf verdächtige Aktivitäten auf euren Anlagen.“ Und weiter: „Solche Vorfälle sind für keinen Verein schön – sie verursachen nicht nur materiellen Schaden, sondern treffen uns auch menschlich, weil viel ehrenamtliche Arbeit in unseren Sportstätten steckt.“
Keine Häufung in Vereinsheimen – aber in Kindergärten
Batzel sagt auf Nachfrage, dass es in der Region keine außergewöhnliche Häufung gebe, was Einbrüche in Sportheimen und Vereinsheimen anbelangt. Jedoch sei es ein Problem, dass diese häufig abseits von Wohngebieten liegen. Eine deutliche Häufung von Einbrüchen habe man im Markgräflerland jüngst in Kindergärten erlebt, erläutert Batzel. Warum solche Einrichtungen von den Einbrechern ausgewählt würden, könne er sich nicht erklären, denn: „Dort gibt es ja nicht viel zu holen.“ Auch beim Einbruch im Zeller Vereinsheim sei die Beute weit weniger wert als der finanzielle Schaden an der Eingangstür.
So können Sie Einbrüche verhindern
Die Einbrüche könne man nicht verhindern, aber erschweren, so Batzel. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, denn bei früher einsetzender Dämmerung sind Einbrecher häufig aktiv, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Deshalb hat die Polizei erst kürzlich am Tag des Einbruchschutzes auf das Thema aufmerksam gemacht. Grundsätzlich empfiehlt sie die mechanische Sicherung aller Fenster und Türen, denn diese würden oft schon in Sekundenschnelle mit einfachen Hebelwerkzeugen überwunden. Einen guten Einbruchschutz würden geprüfte, einbruchhemmende Produkte nach DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse RC 2) bieten. Diese Fenster und Türen werden einer praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen. Auch offene und gekippte Fenster, die Eingangstür, die nur ins Schloss gezogen ist oder der sorglose Umgang mit Schlüsseln seien für die Täter günstige Gelegenheiten.
Die Prävention wirkt
Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch: Im Jahr 2024 blieben nahezu die Hälfte (45,7 Prozent) der Einbruchsdelikte im Versuchsstadium stecken – nicht zuletzt aufgrund sicherungstechnischer Maßnahmen, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.
Umfassende Informationen zum Thema Einbruchschutz gibt es auch unter www.k-einbruch.de, der Webseite der von Polizei und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft initiierten Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH.
Hinweise zum Vorfall im Sportpark Brühl können direkt an den Polizeiposten Schopfheim weitergegeben werden unter Tel. 07622/666980.