Bei dem Einbruch in Hüfingen haben die Täter ein hydraulisches Rettungsgerät entwendet. Die Feuerwehr hat eine Vermutung, wofür das Diebesgut verwendet werden kann.
Unbekannte sind zwischen Sonntagnachmittag, 9. November, und Montagmorgen, 10. November, in das Feuerwehrgerätehaus in Hüfingen eingebrochen.
Die Täter verschafften sich gewaltsam Zugang über die Schlupftür des ersten Fahrzeughallentores. Bemerkt wurde der Einbruch am Montagmorgen gegen 7.30 Uhr.
Nach Angaben der Feuerwehr wurde dabei ein hydraulisches Rettungsgerät entwendet. Bei dem gestohlenen Gerät handelt es sich um ein hydraulisches Kombigerät, das bei Verkehrsunfällen und technischen Rettungseinsätzen zum Einsatz kommt. Es kann sowohl schneiden als auch spreizen. Es wird verwendet, um beispielsweise Autotüren aufzubrechen oder eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen zu befreien. Eine Besonderheit ist, dass es mit Akku funktioniert, dadurch tragbar ist und eine hohe Leistung aufweist.
„Man kann vermuten, dass es ein gezielter Raub war. Solche Geräte werden zweckentfremdet, um Tresore oder Geldautomaten zu öffnen“, so Steffen Albert, Abteilungskommandant der Hüfinger Feuerwehr. Das Gerät könnte nach Einschätzung von Albert möglicherweise für weitere Ein- oder Aufbrüche verwendet werden.
Matschspuren von der Baustelle bis ins Feuerwehrgebäude
Vermutlich verschafften sich die Täter nachts Zugang von der Gebäuderückseite aus, an der sich derzeit eine Baustelle befindet. Diese Annahme besteht, so Albert, da sich Matschspuren von der Baustelle bis ins Feuerwehrgebäude ziehen. „Glücklicherweise hatten wir am Samstag einen großen Reinigungstag im Haus. Das hat der Spurensicherung die Arbeit erleichtert“, sagt Albert. Diese rückte am Montagmorgen aus Rottweil an und sicherte mögliche Hinweise.
Neben dem entstandenen Schaden von etwa 15 000 Euro ist der Vorfall für die Einsatzkräfte besonders enttäuschend. „Es ist bitter, wenn sich Menschen an dem vergreifen, was eigentlich dem Schutz und der Sicherheit aller dient“, so Steffen Albert. Für die Anschaffung weiterer Geräte werde er in Zukunft auf Ausrüstung setzen, die über den Hersteller ortbar und deaktivierbar ist. Bei neueren Geräten ist das oft gegeben und erschwert Kriminellen den Zugang.
Polizeirevier Donaueschingen nimmt Hinweise entgegen
Menschen, die Auffälligkeiten um das Feuerwehrhaus oder das angrenzende Gewerbegebiet Ziegeleschle wahrgenommen haben, werden gebeten, sich zu melden. „Es ist gut möglich, dass die Täter sich auch in den Tagen zuvor in der Nähe aufgehalten haben“, sagt Steffen Albert. Hinweise auf den oder die Täter nimmt das Polizeirevier Donaueschingen unter der Telefonnummer 0771/83 78 30 entgegen.