Am 19. November lädt der DHBW-Campus in Horb zum Studieninformationstag ein. Wie aber sieht das Interesse am dualen Studium aus, während die Wirtschaft kriselt? Wir haben nachgefragt.
Wirtschaft und Industrie in Deutschland sind am Straucheln. Doch wie attraktiv ist unter diesen Rahmenbedingungen ein duales Studium in einem Industrie-Betrieb?
Der Campus Horb der DHBW Stuttgart öffnet am Studieninformationstag am Mittwoch, 19. November, von 8 bis 15.30 Uhr seine Türen für alle Interessierten – und bietet dabei die Möglichkeit, mit den teilnehmenden Unternehmen vor Ort in Kontakt zu treten.
Am Campus Horb können etwa Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Wirtschaftsingenieurswesen im Bachelor studiert werden. Trotz der schwierigen Lage der deutschen Wirtschaft zeigt sich der Standort dennoch zuversichtlich.
Leicht rückläufige Entwicklung
Auch wenn es eine leicht rückläufige Entwicklung bei den Studiengängen gebe, räumt Franziska Kramhöller, Sprecherin am Campus Horb, ein, blieben die Zahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. „Dennoch verzeichnen wir weiterhin ein stabiles Interesse von Studieninteressierten und Unternehmen an unseren Studienangeboten“, betont sie.
Der Grund für den Erfolg: Der praxisnahe Aufbau des Studiums und die enge Verzahnung mit der Industrie. „Diese bleiben für viele ein entscheidendes Argument für ein Studium an der DHBW“, sagt Kramhöller.
Die Zahlen geben ihr Recht: Seit 2018 steigt die Zahl der Dual-Studierenden kontinuierlich an. 141 733 waren es laut dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamts im Wintersemester 2023/24.
Auch der Anteil an Studierenden sei weiter gestiegen – von 4 auf 4,9 Prozent bis zum Wintersemester 2023/24. Die Beliebtheit und die Nachfrage der Unternehmen sei zwar da, schreibt das CHE, aber der geringe Anteil an der Zahl der Gesamtstudierenden zeige: Das Duale Studium friste ein Nischendasein.
Partnerunternehmen weiterhin alle an Bord
Die regionale Industrie spüre zwar die wirtschaftlichen Schwankungen, vom Programm der DHBW habe sich aber keines der Partnerunternehmen abgewandt. „Unsere Partner haben sich überwiegend klar zur dualen Ausbildung bekannt“, bekräftigt sie.
Die Unternehmen schätzten die praxisorientierte Ausbildung – und vor allem den frühzeitigen Kontakt mit potenziellen Fachkräften. Das Verhältnis zu den dualen Partnerunternehmen sei seit vielen Jahren „stabil und vertrauensvoll“.
Der DHBW-Campus in Horb hat also ausreichend Gründe, trotz der wirtschaftlichen Lage im Land, positiv in die Zukunft zu blicken. Diesen Ausblick teilt auch Kramhöller. „Als Teil der DHBW, einer Exzellenz-Hochschule für die Fach- und Führungsnachwuchskräfte in Baden-Württemberg, sehen wir uns gut aufgestellt, um Studierende wie Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich zu begleiten“, sagt sie.