Zur Einweihung der neu gebauten Kita zeigten die Kinder den Gästen eine Aufführung. Foto: Kern

Große Freude in Hornberg: Der Neubau der Kita „Arche Noah“ wurde offiziell eingeweiht. Mit dem Millionenprojekt sieht sich die Stadt für die Kinderbetreuung gut aufgestellt.

Die Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Hornberg erstrahlt nach umfassenden Modernisierungsarbeiten in neuem Glanz. Zur feierlichen Einweihung am Freitag kamen zahlreiche Besucher. Nach zweijähriger Bauzeit ist die Einrichtung nun fit für die Zukunft. Das Gebäude fügt sich durch seine besondere Struktur harmonisch in das Stadtbild ein, sondern soll auch pädagogisch, baulich und ökologisch neue Maßstäbe setzen.

 

„Heute ist ein Tag der Freude und des Dankes,“ begrüßte Bürgermeister Marc Winzer die Gäste. Das Projekt sei eine Investition in die Zukunft. Das stadteigene Gebäude wurde deutlich erweitert in südwestlicher Richtung und biete durch die raumhohe Verglasung einen wunderbaren Ausblick auf das Hornberger Schloss. Die Gesamtmaßnahme inklusive des Ausweichquartiers der Kita in der Vorstadtstraße während der Bauphase kostete rund 2,87 Millionen Euro. „Ohne starke Partner hätten wir das nicht geschafft,“ bedankte sich Winzer für umfangreiche Förderungen aus verschiedenen Töpfen (siehe Info). Dies belege, dass lebenswerte Städte höchste Priorität bei den Fördergebern einnehmen.

Zeitlich und finanziell war das Projekt laut dem Bürgermeister eine Punktlandung. Die hervorragende Planung von Architekt Fritz Wöhrle habe der Stadt einen Vorzeige-Kindertagesstätte beschert. Zum gelungenen Ergebnis gratulierte auch Matthias Weber, Geschäftsführer des städtischen Sanierungsträgers Kommunal-Konzept. Der Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (SIQ) komme positiv bei der Bevölkerung an.

Freuen sich über die Einweihung (von links): Landtagsabgeordnete Marion Gentges, Bürgermeister Marc Winzer, Johannes Dreier, Abteilungspräsident des RP und Kita-Leiterin Tanja Seckinger. Foto: Kern

„Wir brauchen das Leben in der Ortsmitte,“ lobte Johannes Dreier, Abteilungspräsident des Regierungspräsidiums, die Entscheidung im Bestand zu sanieren plus einem Anbaubereich. Es sei eine „pfiffige bauliche Lösung“ für die Kita in Hanglage gefunden worden.

Stadt erhält zweite Bronzeplakette des Landes

Ein Sahnehäubchen obendrauf gab es mit der Verleihung der Bronzeplakette des Landes Baden-Württemberg, mit der besonders herausragende Projekte der Stadterneuerung ausgezeichnet werden. Damit ist die Stadt Hornberg laut Dreier die einzige Kommune im Bezirk, der zwei dieser Auszeichnungen verliehen wurden (die erste erhielt die Stadthalle nach deren Modernisierung).

Ein „echtes Gemeinschaftsprojekt für die Zukunft unserer Kinder“ nannte Landtagsabgeordnete Marion Gentges (CDU) das Zusammenwirken aller Beteiligten. Das Bekenntnis zur frühkindlichen Bildung sei kein bloßes Lippenbekenntnis. Den Kindern stehen 840 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, wovon etwa 270 Quadratmeter neu hinzu gebaut wurden - insgesamt wurden 4100 Kubikmeter umbauter Raum bewegt und bearbeitet, nannte Architekt Fritz Wöhrle beeindruckende Zahlen. Nach einem Überblick der einzelnen Arbeiten übergab er den Schlüssel offiziell an den Bürgermeister.

Die Kita-Kinder können im Bewegungsraum das Klettern üben. Foto: Kern

Alle Redner wünschten dem Kita-Team um Leiterin Tanja Seckinger viel Erfolg und dankten für die „guten Nerven“ bei den jeweiligen Umzügen. Für festliche Stimmung sorgten die Kinder: Mit einer fröhlichen Aufführung, die sie für diesen Anlass eingeübt hatten, bereicherten sie die Feier.

Zum Abschluss segnete der evangelische Pfarrer Thomas Krenz die neuen Räume. Reges Interesse bei der Bevölkerung fand der sich anschließende „Tag der offenen Tür“. Viele Besucher verschafften sich einen Eindruck von den neuen Räumen. Für die Kinder gab es zahlreiche Aktionen wie eine Rallye, Hüpfburg und einen Ballonkünstler.

Kosten und Förderung

 Der Um- und Anbau der evangelischen Kindertagesstätte „Arche Noah“ kostete rund 2,87 Millionen Euro.Darin enthalten sind die Baumaßnahme an sich sowie die Ausgaben, die für das Ausweichquartier in der Vorstadtstraße und für den Anschluss an die Nahwärme aufgewendet wurden. Fördergelder in Höhe von 1,2 Millionen Euro gab es von Bund und Land über den Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (SIQ), weitere 138.000 aus der Städtebauförderung und 800.000 Euro aus dem Ausgleichsstock.