Die Grundschule Schiltach soll saniert werden, was gehörige Investitionen mit sich bringt. Foto: Dorn

Für das Jahr 2026 rechnet Kämmerer Herbert Seckinger mit einem Gewinn von 1,77 Millionen Euro im Ergebnishaushalt. In den kommenden Jahren will die Stadt mehrere Großvorhaben umsetzen.

Der Ausweis eines erneut positiven Ergebnisses sei in diesen Zeiten nicht selbstverständlich, so Seckinger, er wisse allerdings auch, welchen Umständen dies geschuldet sei. Dies seien weiterhin sehr gute Gewerbesteuer-Zahlungen durch die großen Schiltacher Industriebetriebe.

 

28 Millionen Euro entfielen auf der Einnahmen-Seite auf die Gewerbesteuer, weitere zehn Millionen kämen durch unter anderem Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Zinsen zusammen.

Für Personalaufwand sowie Sach- und Dienstleistungen plane die Stadt mit 9,1 Millionen Euro, in dieser Größenordnung seien auch Transferaufwendungen für die Finanzausgleichsumlage (FAG) an das Land Baden-Württemberg mit 9,3 Millionen und die Kreisumlage von 9,13 Millionen Euro zu leisten.

Das sind die Großvorhaben

Im Finanzhaushalt seien für die nächsten drei Jahre Investitionen von circa 25 Millionen Euro vorgesehen, 9,265 Millionen Euro davon für Maßnahmen im Jahr 2026. Als größte Projekte stellte Seckinger die Sanierung der Grundschule (insgesamt neun Millionen, in 2026 Planungskosten von 0,5 Millionen Euro), die Friedhofsumgestaltung mit Neubau der Aussegnungshalle (insgesamt 4 Millionen Euro, davon 2026 Planungskosten von 0,96 Millionen Euro) und die „Flussbar“ (1,2 Millionen Euro insgesamt, 0,3 Millionen Euro in 2026) vor.

Weitere Investitionen

Maßnahmen wie die touristische Neuaufstellung der „Schlossberg-Runde“ (0,32 Millionen Euro), ein Feuerwehr-Fahrzeug mit Zubehör (0,8 Millionen Euro), die Parkgaragen-Sanierung (0,96 Millionen Euro), weitere Investitionen in die Arztpraxen (0,2 Millionen Euro) oder die Sanierung des Hallenbodens in der Dreifeld-Sporthalle (0,225 Millionen Euro) spiegelten die vielfältigen Aufgaben für die Schiltacher Bürgerschaft wieder. Alle Investitionen könnten aus der Zahlungsmittel-Reserve finanziert werden, lediglich im Haushalt der Stadtwerke müsste formal eine Kreditermächtigung für ein Darlehen aus dem städtischen Finanzhaushalt ausgesprochen werden, um Investitionen von etwa zwei Millionen Euro in die Hochbehälter und Quellfassungen zu ermöglichen.