Das Team der ASM Nagold konnte vom Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Menschen in Stuttgart die Auszeichnung „Inklusion Plus Award 2025“ entgegennehmen. Foto: Jens Rückert

Jüngst fand die Preisverleihung des Inklusion Plus Awards statt. Dabei wurde ein ganz besonderes Projekt eines Nagolder Vereins geehrt.

Der Inklusion Plus Award ist eine Auszeichnung zur Würdigung besonderer Inklusionsmaßnahmen, -projekte und -initiativen. Vor Kurzem fand die diesjährige Verleihung im Konzertsaal „ Im Wizemann“ in Stuttgart statt. Unterstützt wird die Veranstaltung durch den Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Menschen Baden-Württemberg (LSK).

 

Unter anderem waren alle Vorstandsmitglieder der Aktiven Selbsthilfegruppe Miteinander für Behinderte und Nichtbehinderte – kurz ASM - unter den Gästen, heißt es in einer Pressemitteilung der ASM.

Die Begrüßung erfolgte durch den Vorsitzenden der LSK, Andreas Braun. Anschließend meldete sich Manne Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, und begrüßte die Anwesenden digital. Alexis von Komorowski, Geschäftsführer des Landkreistages Baden-Württemberg, fügte dem noch ein paar persönliche Worte zur Begrüßung hinzu.

ASM erhält Award für Inklusion

Die LSK verlieh Kurt Brei, Gründer der ASM, und seinem Team die Plakette für den „AWARD Inklusion Plus 2025“ – für über 35 Jahre Engagement bei der ASM.

Blick auf die Bühne Foto: Elisabeth Häfner

Silvana Gentile, LSK-Botschafterin für Barrierefreiheit im Stadtkreis Stuttgart, sagte bei der Verleihung:„Wir ehren heute ein Projekt, das einen Namen trägt, der Programm ist: ‚Miteinander‘. Seit seiner Gründung durch Kurt Brei im Jahr 1989 steht der Verein Aktive Selbsthilfegruppe Miteinander für Behinderte und Nichtbehinderte für etwas, das unsere Gesellschaft so dringend braucht: gelebte Menschlichkeit. Hier ist wirklich jeder willkommen – Menschen mit und ohne Behinderung, Alleinstehende, Geflüchtete, Menschen mit schweren Erkrankungen, psychischen Belastungen oder aus schwierigen Lebenssituationen.

Ob beim Begegnungstreff am Dienstag, im Fahr- und Einkaufsdienst, bei der Trauergruppe, den Monatsausflügen, beim Blindenführhunde-Parcours oder den Inklusionstagen in Schulen: Überall zeigt sich das gleiche Prinzip – jeder bringt ein, was er kann, niemand muss mehr leisten, als er möchte, und jeder wird in seiner Würde geachtet“, sagte Gentile.

Und weiter: „Dieses Erfolgskonzept beweist, dass Inklusion keine abstrakte Forderung ist, sondern im täglichen Miteinander gelebt werden kann – mit Herz, mit Kreativität und mit unermüdlichem Engagement. Das Projekt ‚Miteinander‘ in Nagold ist ein Leuchtturm für gelebte Inklusion – ein Ort, an dem Barrieren verschwinden, nicht nur die baulichen, sondern vor allem die in den Köpfen und in den Herzen. Dafür sagen wir danke.“

Ein zukunftsweisendes Zeichen für Inklusion

Laut einer Mitteilung der ASM betonte Sabine Götz, Geschäftsführerin des Landesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter Menschen, bei der Übergabe der Plakette, dass die helfenden Hände ein zukunftsweisendes Zeichen für gelebte Inklusion seien. Besonders, weil gezeigt werde, wie Barrierefreiheit, Teilhabe und Vielfalt nicht nur gedacht, sondern ganz konkret umgesetzt werden können – mutig, kreativ und engagiert.

Bei der Preisverleihung (von links): Silvana Gentile, LSK Botschafterin, Monika Siedner, Schriftführerin, Bettina Müller, stv. Vorsitzende, Kurt Brei mit Lando, Vorsitzender, Prof. Dr. Alexis v. Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreises Baden-Württemberg und Sabine Götz, Geschäftsführerin Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderten Menschen BW e. V. Foto: Elisabeth Häfner

Es sei eine große Ehre, diese tolle Auszeichnung zu erhalten, bemerkte Kurt Brei in seiner Dankesrede. Außerdem betonte er, dass er stolz auf das gemeinsam Erreichte sei. Ohne sein Team, das ihm seit Jahren treu zur Seite stehe, und die vielen Helfer wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung der ASM. Die Veranstaltung wurde musikalisch vom „Duo Unisono Lörcher-Breuninger und Friedemann Breuninger“ umrahmt. Für die Versorgung der geladenen Gäste sorgte im Anschluss das Team vom „Im Wizemann“.