Bäume, Bänke und eine Skulptur: In der Nähe der neuen Mediathek soll ein Platz für Ettenheimer entstehen. Das kam beim Bauausschuss gut an, Anregungen gab’s dennoch.
Es verspricht ein lauschiges Plätzchen direkt in der Innenstadt zu werden: die neugestaltete Fläche zwischen der neuen Mediathek (und den weiteren Nutzungen des ehemaligen Volksbank-Gebäudes in der Friedrichstraße) sowie dem Spital. Harald Krippendorf, mit der Planung beauftragter Architekt im Hochbauamt der Stadt, stellte am Dienstagabend den Mitgliedern des Bauausschusses die Pläne vor, die in besagtem Bereich einen Ort zum Verweilen schaffen wollen.
Prägende Elemente sollen mehrere kleinkronige Bäume, Sitzbänke, ansprechendes Natursteinpflaster, naturbelassene Flächen, Hecken und nicht zuletzt eine künstlerische Skulptur des Ettenheimer Bildhauers Chodja Sediq werden, die die Stadt von der Regionalstiftung der Sparkasse gestiftet bekommt. Die von Krippendorf vorgestellte Planung fand bei den Gemeinderäten weitestgehend Zustimmung. „Eine gelungene Kombination aus historisch und modern“, befand Neu-Stadträtin Silke Kabisch (FLE), der sich auch Olaf Deninger (SPD) anschloss: „Eine sehr gelungene Gestaltung“. Unsicher waren sich einige Räte, ob die von Krippendorf vorgesehenen Cortenstahlplatten als Absicherung der Rampe, die behindertengerecht zum neuen Treppenhaus des Gebäudes führt, eine Ideallösung darstellen.
Skulptur des Künstlers soll eine Familie zeigen
Besorgt zeigte sich Sabine Meier (FLE), ob die vorgesehenen Bäume genügend Grund zum Wachsen haben. Ob nicht bewegliche große Pflanztröge als Alternative denkbar wären – eine Lösung, für die sich Krippendorf nicht zu erwärmen vermochte. Michaela Schöffel (CDU) beklagte, dass vom neu gestalteten Platz für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen wegen Höhendifferenz kein direkter Zugang zur angrenzenden Östlichen Ringstraße möglich ist. Sowohl Krippendorf als auch Bürgermeister Bruno Metz wiesen darauf hin, dass ein solcher Zugang ja weiterhin durch den bisherigen Zugang um das Spital herum möglich ist.
Interessiert zeigte sich Thomas Dees (FWV) an der vorgesehenen Skulptur. Es gebe in Ettenheim gelungene wie weniger gelungene Skulpturen. Er hätte sich gewünscht, dass der Gemeinderat in diese Entscheidung einbezogen worden wäre. Nach Andeutungen von Bürgermeister Metz stellt das Sediq-Werk aus Marmor eine Familie dar – gewiss passend zur Nutzung des neu geschaffenen Platzes. Die Anregung von Carina Kratt (FWV), auch hier einen Trinkbrunnen zu installieren, habe man auch schon angedacht, so Krippendorf, habe aber davon Abstand genommen, weil in der Nähe (Marienbrunnen) ein solcher bereits vorhanden sei, zudem die Zuleitung sehr aufwändig und kostenintensiv wäre.
Pläne sind noch nicht final
Stefan Krattenmacher (B90/Grüne) fände es gelungen, wenn die vorgesehene Pflasterfläche aus demselben Material bestehen könnte wie das auf den Straßen der Innenstadt vorgesehene. Dies sei nicht unbedingt erforderlich, so der Bürgermeister, da ja nur das Fahrbahnpflaster erneuert werde, die Gehwege weiterhin das bisherige Pflaster aufweisen. Somit wäre eine optische Anbindung des Platzes zwischen Mediathek und Spital an die Straßen gewährleistet.
Die Gestaltung sei noch nicht bis ins allerletzte Detail durchgeplant, räumte Krippendorf ein. Deswegen seien Anregungen aus dem Gemeinderat durchaus noch bedenkenswert.