Kerstin Brenner wurde vor einem Jahr zur Haiterbacher Bürgermeisterin gewählt. Stadtrat Gerhard Gutekunst griff dieses Datum für anerkennende Worte im Gemeinderat auf.
Vor 367 Tagen habe man Brenners legendären Spruch „Freibier für alle“ vernommen, erinnerte Gerhard Gutekunst, Sprecher der UBL-Fraktion, am Ende der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Mittwochabend an die vor einem Jahr durchgeführte Bürgermeisterwahl.
Am Sonntag, 20. Oktober, wurde Kerstin Brenner mit 51,9 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang zur Haiterbacher Bürgermeisterin gewählt. Sie setzte sich dabei gegen zwei Mitbewerber durch.
Gutekunst: Einiges bewegt
Gutekunst sagte, dass Brenner seit ihrer Amtseinsetzung im Januar dieses Jahres einiges bewegt habe. So habe sie einige Verhandlungen erfolgversprechend geführt. In Kontrast zu älteren Herren in Haiterbach, die sich um diverse Themen wie Umfahrungen, Supermärkte oder Gastronomie kümmerten, müssten sich auch Junge nicht verstecken.
Wobei Gutekunst anhand einer Bankenpleite und der Bafin auch auf ein „Graue-Herren-Problem“ verwies. Diese seien gut vernetzt und hätten Einfluss – und brächten auch schräge Projekte auf die Beine. Als Beispiel diente eine Fehlinvestition im großen Stil in Mähdrescher.
Seit zwei Jahren sei es ruhig geworden in Haiterbach, sagte Gutekunst und meinte damit den sachlicheren Umgang im Gemeinderat. „Wir sind aus der Presse gekommen.“ Das sei auch ein Verdienst von Kerstin Brenner.
„Ich habe viel Spaß in Haiterbach“
„Ich habe die Entscheidung nicht bereut, ich habe viel Spaß in Haiterbach“, erwiderte Brenner. Schon die vergangenen fünf Jahre, in denen sie als Kämmerin gewirkt habe, sei ihr die Stadt ans Herz gewachsen.
Sie habe viel Freude an der Arbeit, auch wenn es öfter herausfordernd aufgrund der Personalsituation sei. Zeitlich sei es oft schwierig. Man habe tolle Leute in der Verwaltung. Auch den Bauhof und die Kindergärten bezog Brenner da mit ein. Man sei nur stark mit gutem Unterbau. Auch die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat sei sehr erfreulich, sagte Brenner.