Hornberger Hörner und Brunnenhansel bei der Begrüßung der Gastzünfte durch Zunftmeister Uwe Faller Foto: Kern/Kern

Wahrhaft teuflisch und hoch her ging es beim Hornberger Hörnerball am Samstag in der Stadthalle. Um die 1000 närrische Besucher feierten friedlich einen der Höhepunkte der örtlichen Fasnet.

Zunftmeister Uwe Faller begrüßte zahlreiche Gastzünfte. Mit deren Verstärkung zogen die dämonischen „Hörner“ mit ihren Dreizack nach der Ankündigung vom Fasnetssamschdig gemeinsam in einem Fackelumzug zur Stadthalle. Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Tross durch die Stadt vom Viadukt ausgehend.

 

„Ihr macht uns alle Freude und mit euch wird unsere Fasnet schön“, hieß Faller die vielen Hästräger aus nah und fern in der Stadthalle willkommen. Er wurde dicht umringt auf der Bühne von den „Hornberger Hörnern“, den „Brunnenhansele“ und „Hofschlurfe“, die sich über die zahlreichen Gäste freuten und ihre Insignien, Dreizack sowie die mit bunten Bändern verzierten Narrenstäbe, zum Gruße schwangen.

Fohrenbobbele und Kräuterwieble aus St. Georgen, die dieses Jahr ihren 55. Geburtstag nachfeierten, Gernsbacher Stadt-Hansele, Schleglerhexen aus Heimsheim sowie die örtlichen Zünfte tummelten sich in der Halle und gaben ein buntes Bild ab. Aus den Nachbarorten gekommen waren die Triberger Teufel und Hausacher Senwig-Hexen. Hatten einige der Geisberger Geisenmeckerer aus Schweighausen noch über die Steigung zur Holzwurmhalle lamentiert – schließlich liegt Hornberg höher über dem Meeresspiegel als ihr Heimatort – war davon im bunten Treiben nichts mehr zu spüren. Eine Delegation von ihnen eroberte die Bühne und hatte viel Spaß.

Fasnetssprüche erklingen

Stimmgewaltig wurden zunfteigene Sprüche aufgesagt, als Faller die Narrenschar in Reimform begrüßte. Bereits die erste Schunkelrunde zur schmissigen Musik der Stadtkapelle unter der Leitung von Dirigent Klaus Dietrich wogte voller Begeisterung durch die Halle. Das tolle Programm mit Showtänzen der „Chicken Witches“ von den Buchenbronner Hexen und deren Männerballett sowie der Narrenzunft Rauh Lotzi’s aus Seelbach begeisterte die Narren und wurden überschwänglich beklatscht. Ordentliche Stimmung ins Haus brachte die Guggenmusik von den „Hochburg Ruinen Fetzzer“ mit ihren mitreißenden Melodien. Ihr Mann am Euphonium demonstrierte, dass auch Musiker mit Einschränkungen riesigen Spaß haben.

Wie gewohnt präsentierte sich die Buchenbronner Hexenmusik mit großer Spielfreude und beendete das offizielle Programm. Drangvolle Enge herrschte zu fortgeschrittener Stunde in den legendären Katakomben im Keller der Stadthalle und die letzten Schellen klingelten in den frühen Morgenstunden auf dem Heimweg durch die Straßen.

Das steckt dahinter

Der Hornberger Hörnerball gehört zu den Höhepunkten der örtlichen Fasnet. Der Auftakt des Balls ist der Fackelumzug, an dem dieses Jahr etwa 600 Hästräger der Gastzünfte teilnahmen. Zum besonderen Empfang der Zunftmeister der Gastgruppen hatte Hornbergs Zunftmeister Uwe Faller in die Katakomben der Stadthalle eingeladen.