Beim Spatenstich (von links): Michael Falkenburger, Fritz Stoll, Alfred Sauter, Michael Holl, Peter Czerwenka, Frank Schroft, Ernst Berger und Claus Fecker. Foto: Karina Eyrich

Mit dem Spatenstich für das Baugebiet Loh I auf dem Blumersberg in Meßstetten wird das finale Kapitel einer unendlichen Geschichte aufgeschlagen – für Bürgermeister Frank Schroft „ein historischer Tag“.

Das Ortsbild abrunden anstatt es immer weiter auszudehnen: Mit der Erschließung der Baugebiete Loh I und Loh II unweit des Blumersbergs folgt die Stadt Meßstetten – ebenso wie mit ihrer Baulücken-Initiative – den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg: „Innen- vor Außenentwicklung“.

 

Das Areal „Loh I“ nördlich der Oskar-Wettstein-Straße, dessen Erschließung am Freitag mit dem Spatenstich begonnen hat, wird quasi von bebauten Gebieten umarmt.

Der Bedarf an Bauplätzen in Meßstetten wächst – auch wegen IIGP

Es zum Wohnbaugebiet zu machen, hatte der Regionalverband Neckar-Alb einst der Stadtverwaltung vorgeschlagen – als umweltfreundlichere Alternative zur Ausdehnung des Baugebiets auf dem Sickersberg.

„Weil es in Zeiten, in denen Natur- und Artenschutz an Bedeutung gewinnt, nicht mehr vertretbar wäre, im Außenbereich weiter zu bauen“, wie Bürgermeister Frank Schroft am Freitag betonte.

Der Bedarf an Bauplätzen hingegen wird wachsen – dessen ist sich die Stadt bewusst, entwickelt der Zweckverband Interkommunaler Industrie- und Gewerbepark Zollernalb, dem sie angehört, doch derzeit das Areal der früheren Zollernalb-Kaserne zur Fläche, auf der sich Firmen ansiedeln können – bevorzugt werden lauf Schroft dabei solche, die „produktive Arbeitsplätze“ schaffen. Deren Inhaber brauchen dann Wohnraum.

Behördenmarathon war zeitraubend

Einen „wahren und zeitraubenden Behördenmarathon“ – als Beispiele nennt der Bürgermeister Artenschutz und Umweltprüfungen – habe die Stadtverwaltung meistern müssen, bis die örtliche Baufirma Berger den Arbeitsplatz von Polier Sascha Glückler vorübergehend nach „Loh“ verlegen konnte.

Er und seine Kollegen werden nun baggern und folgen damit der Planung von Diplom-Ingenieur Peter Czerwenka aus Albstadt.

Bauleiter Michael Falkenburger war beim Spatenstich ebenso dabei wie Bauamtsleiter Claus Fecker und Tiefbautechniker Fritz Stoll, denen Schroft ausdrücklich dankte, und die Gemeinderäte Thomas Holl (Freie Wählervereinigung), Alfred Sauter (Bürgerliste) und Ernst Berger, der als CDU-Fraktionschef und Chef der Baufirma eine Doppel-Rolle hatte.

Das Baugebiet Loh I ist 1,43 Hektar groß und bietet Platz für 19 Bauplätze. Loh II, das später erschlossen wird, ist 2,86 Hektar groß – Plätz für 36 Wohnhäuser.