Philip Weller und seine Frau Aurore Ceretta teilen ihre Leidenschaft für Kaffee. Sie haben 2014 das Café Marcel in Freiburg eröffnet. Vier Jahre später folgte die eigene Rösterei.
Bei der Zubereitung des Kaffees wird bei Philipp Weller von Günter Coffee Roasters nichts dem Zufall überlassen: Die Menge des frisch gemahlenen Kaffees wird abgewogen und dann in einen Sandfilter gefüllt und von Hand aufgegossen. „So schmeckt er uns am besten“, sagt Philip Weller, der die Rösterei zusammen mit seiner Frau Aurore Ceretta und seinem Bruder Mats betreibt.
Auch bei der Herstellung wird nichts dem Zufall überlassen. „Wenn wir eine neue Sorte Kaffeebohnen haben, dann testen wir solange, bis die Parameter wie Temperatur und Röstdauer passen“, erklärt er. Sie setzen dabei, anders als die meisten Röstereien und großen Hersteller auf eine helle Röstung. „So kann die Kaffeebohne den meisten Geschmack entfalten und man schmeckt später im Kaffee viel mehr Aromen“, erklärt er. Bei den meistverbreiteten dunklen Röstungen schmecke man nur noch die Bitternoten des Kaffees, so Weller.
Vom eigenen Café zur eigenen Rösterei
„Wir wollen jeden Kaffee so zeigen, wie er schmeckt“, erklärt Weller. Jede Anbauregion weise dabei verschiedene Geschmacksprofile auf. Seine Lieblingsregion sei Äthiopien, die als Wiege des Arabica-Kaffees gilt. Bei den Kaffeebohnen, die sie in der Freiburger Rösterei verarbeiten, setzten sie auf ein wechselndes Angebot aus verschiedenen Regionen der Welt. Dabei achten sie auf Saisonalität. Die Kaffeebohnen beziehen sie über einen Zwischenhändler. „Wir setzen auf gewisse Standards gerade bei den Anbaubedingungen und Arbeitsbedingungen und versuchen, die Kaffeebohne saisonal zu kaufen“, erklärt Weller. Alle Produzenten kenne er aber nicht persönlich. „Wir produzieren und rösten mit so gut wie keinem Abfall und haben auch kurze Transportwege. Der größte ökologische Fußabdruck von uns sind die Reisen. Deshalb besuchen wir nicht alle Anbaugebiete persönlich“, erklärt der Kaffeeröster.
Die Teströstungen von neuen Sorten, die noch nicht zu 100 Prozent passen, werden in ihrem eigenen Kaffees gebracht und dort von den Mitarbeitern zubereitet. „ Die könne da noch einiges rausholen“. Neben ihrem zur Rösterei gehörenden Kaffee mit Shop in der Freiburger Innenstadt betreiben Weller und seine Frau seit 2014 das Café Marcel, das auf Spezialitätenkaffee setzt.
Erstes Café mit Latte Art in Freiburg
„Wir waren damals das erste Kaffee in Freiburg, das auf Latte Art gesetzt hat“, blickt Weller zurück. Auch haben sie von Anfang an auf helle Röstungen gesetzt. Auch das war in Freiburg neu, aber „wir wollten die Leute vom Geschmack überzeugen“. Anfangs haben sie mit einer lokalen Rösterei zusammen gearbeitet. Dann haben sie immer mehr selbst ausprobiert und geröstet. Daraus ist dann 2018 die eigene Rösterei entstanden.
Er habe sich alles selbst beigebracht und angeeignet. Das er dabei erfolgreich ist, zeigen seine Erfolge bei der deutschen Röstmeisterschaft, die er 2024 und 2025 schon zwei mal für sich entscheiden konnte. In der kommenden Woche will er seinen Titel in Emmerich verteidigen, die Konkurrenz werde aber immer härter, so der Freiburger. Der Titel sei nicht zuletzt für die Vermarktung und die Außenwirkung der Rösterei wichtig.
Zahlreiche Hintergrundinformationen auf der Homepage
Den meisten Absatz macht die Rösterei in ihrem Shop in der Merianstraße 8 in Freiburgs Altstadt. Auch regionale Supermärkte und Cafés gehören zu ihren Kunden. Zudem kann man die Kaffeespezialitäten auch online bestellen.
Als besonderen Service gibt die Rösterei zu den Kaffees immer ein Rezeptvorschlag sowie Hintergrundinformationen zur Herkunft des Produkts mit auf den Weg. „Hellere Röstungen sind schwieriger zuzubereiten, da man auf viele Details achten muss“, erklärt der Kaffeeröster. Deshalb hat Günters Coffee mittlerweile auch etwas dunklere Röstungen mit ins Sortiment aufgenommen. Und für alle, die noch mehr über Kaffee, die Herkunft und die Zubereitung wissen wollen, haben sie auf ihrer Homepage unter www. guentercoffee.com zahlreiche Blog-Einträge.