Tylor Spink war gegen die Adler Mannheim nicht erfolgreich. Sein Bruder Tyson ist am Sonntag wieder dabei.Foto: Sigwart Foto: Schwarzwälder Bote

Eishockey: Wild Wings rutschen aus den Playoff-Rängen / Am Sonntag kommt Nürnberg

Nach dem 0:4 gegen Mannheim liegen die Schwenninger Wild Wings nur noch auf dem fünften Rang der Südgruppe. Die Chance zur Wiedergutmachung kommt aber schon am Sonntag.

Auf Seiten der Schwenninger Wild Wings blickte man am Dienstagabend in enttäuschte Gesichter. Im dritten Derby der Saison gegen die Adler Mannheim hielt das Team von Coach Niklas Sundblad lange mit, hielt sogar lange die Null. Joacim Eriksson war der überragende Mann des Abends, wehrte einen Mannheimer Torschuss nach dem anderen ab. Nach 60 Minuten konnte man sich davon jedoch nichts kaufen. Mit 0:4 ging das Duell mit dem Spitzenreiter der DEL-Gruppe Süd verloren.

In der Tabelle hat die dritte Niederlage in Serie für die Schwenninger direkte Konsequenzen. Mit 20 Punkten aus 15 Partien sind sie zwar noch immer punktgleich mit den Augsburger Panthern – da sie nun aber ein Spiel mehr absolviert haben, sind sie auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht.

Dass der Spielverlauf in diesem dritten Derby der Saison nicht so deutlich war, wie man anhand des Endstands vermuten könnte, musste auch Mannheims Coach Pavel Gross zugeben. "Es war ein Arbeitssieg für uns", sagte der 52-Jährige nach der Partie. "Schwenningen hat viel Druck auf uns ausgeübt. Wir wussten, dass es ein hartes Spiel sein würde und dass wir sowohl die Scheibe als auch unsere Beine viel bewegen müssen."

Gross sah eine ganz bestimmte Phase des Spiels als Knackpunkt – und sein Gegenüber Sundblad stimmte ihm zu: "Die 5:3-Überzahl im ersten Drittel müssen wir besser ausspielen. Wenn wir da in Führung gehen, ist es ein ganz anderes Spiel."

Die Schwenninger taten sich in der heimischen Helios-Arena gerade offensiv schwer, strahlten in den Powerplay-Situationen zu wenig Gefahr aus. Dennoch kamen sie in den 60 Minuten zu einigen Chancen, die jedoch Mal um Mal vom überragenden Mannheimer Schlussmann Dennis Endras vereitelt wurden. "Wir waren im Powerplay und in der Chancenverwertung zu schwach. Wir hatten genug Möglichkeiten, wir haben sie nur nicht genutzt. Wenn wir keine Tore schießen, können wir eben keine Spiele gewinnen", lautete das Fazit von SERC-Verteidiger Christopher Fischer.

Als die Wild Wings kurz nach Beginn des letzten Drittels das 0:2 kassierten, schien das bereits die Vorentscheidung zu sein. Mit einem Doppelschlag kurz vor Schluss erhöhten die Adler auf 4:0 – "am Ende hat uns die Kraft gefehlt", gab Sundblad zu. Sein Blick richtete sich direkt nach dem Spiel wiederum nach vorne: "Wir haben jetzt vier Tage spielfrei, das wird uns guttun. Außerdem kommen Spieler zurück, die heute noch ausgefallen sind."

Namentlich ist die Rede vor allem von Tyler Spink, der am Sonntagmittag (14.30 Uhr) beim Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers nach abgesessener Zwei-Spiele-Sperre wieder zur Verfügung stehen wird. Die Partie in der Helios-Arena gegen das Schlusslicht der Gruppe Süd hat klaren Pflichtsieg-Charakter für die Wild Wings, die sich natürlich möglichst schnell einen der vier Playoff-Ränge zurückerobern wollen.

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