Marina Weiß, Alexander Michel, Manuel Mäder und Bianca Fuhrer ehrten die Gründungsmitglieder der Narrenzunft Rohrdorf beim Eierknackerball: Ehrenzunftmeister Franky Engelhard, Robby Peters, Gerhard Schweizer, Winfried Engelhard und Werner Schwab Foto: Feinler

Einen bewegenden Abend mit Freudentränen und vielen Emotionen erlebten die Besucher des Jubiläums-Eierknackerballs der Narrenzunft Rohrdorf.

Diese feiert ihr 50-jähriges Bestehen nochmals mit einem Sommerfest, doch am letzten Hallenabend für diese Fasnetssaison, am Freitag, waren die Augen immer wieder feucht.

 

„Eineinhalb Jahre Vorbereitungen münden in den heutigen Abend“, erklären Vorsitzende Bianca Fuhrer und Alexander Michel. Ihnen und ihrem Orga-Team mit Ausschuss fiel an diesem Abend sichtlich eine Last von den Schultern – nicht nur, weil einige ihr Amt weitergeben wollen. Denn viel Zeit und Engagement steckte hinter den Vorbereitungen, neuplanen sei oft an der Tagesordnung gewesen. So hatte für den Eierknackerball eine Narrenzunft abgesagt und das Programm wurde danach umgestellt. Zudem war der SWR zu Gast.

Marina Weiß und Manuel Mäder führten durch den Abend, mal als Geburtstagstorte, mal im Zunftrats-Häs. Auf der Bühne stellten die Narrenzunft aus Hochdorf, die Narrenzunft aus Mühringen und eine Abordnung der Narrenzunft aus Bildechingen ihr Häs vor. Die Luschdige Bruat Göttelfingen hatte ihr Neschdhäkle Laura dabei, die zum ersten Mal auf der Bühne ein Narri Narro heraushauen durfte.

Alles begann mit den Eierknackern

Weil vor 50 Jahren alles bei der Narrenzunft Rohrdorf mit den Eierknackern begann, traten diese mit ihrem traditionellen Schellatanz auf. „Den sieht die Öffentlichkeit nicht so oft, meist bei der Fasnets-Eröffnung“, wusste das Ansager-Duo. Mit den Masken auf der gut ausgeleuchteten und damit sehr heißen Bühne erzählten die Eierknacker ihre Geschichte von einem Sonderling aus Rohrdorf.

Danach wurden die Stimmen der Vorsitzenden wässriger, immerhin ehrten sie die Gründungsmitglieder rund um Ehrenzunftmeister Franky Engelhard, Robby Peters, Gerhard Schweizer, Werner Pomorin, Eugen Apperger, Edwin Bäder, Werner Schwab, Winfried Engelhard, Helmut Wetzel und Franz Schweizer. Verstorben sind die Gründungsmitglieder Günter Maier und Alfons Katz. „Ohne euch wären wir heute nicht hier, wäre die Halle leer und würde das Brauchtum nicht gepflegt werden“, dankte Bianca Fuhrer. Feuchte Augen auch beim Ehrenzunftmeister, als er als Erster die Jubiläumsmedaille in den Händen hielt.

Alissa Eitelbuß (links) ehrte die Trainerinnen der Narrenzunft Rohrdorf, Jenny und Cindy Herrmann, für ihren Einsatz, Cindy tanzt schon 20 Jahre bei der Tanzgruppe mit. Foto: Feinler

Showtanz mit Rotem Pferd

Robby Peters ließ es sich nicht nehmen und sprach ein paar Worte: „Die Narrenzunft ist das Beste, was ich je erlebt habe. Ich würd‘ grad vor euch niederknien, wenn ich es könnte.“ Von den ältesten Mitgliedern ging es zu den jüngsten, denn die Tanzhühner und -küken führten ihren Showtanz mit Rotem Pferd, Ding-Dong-Lied und großer Party auf. Vor allem die Papas eskalierten und verwandelten die Bühne in ein Konfetti-Meer.

Ehrungen für Trainerinnen

Nach so vielen Emotionen gab es eine Polonaise durch die Halle und die Bühne wurde für die Hochdorfer Daxburg-Hexen gesäubert. Mit ihrem Masken-Tanz brachten sie den Hexenkessel und die Besen auf die Bühne. Die großen Tänzerinnen der NZ Rohrdorf zeigten ihren Piratentanz. Alissa Eitelbuß ehrte die Trainerinnen Jenny und Cindy Herrmann für ihren Einsatz. Cindy tanzt schon 20 Jahre bei der Tanzgruppe mit, wofür sie ein Geschenk erhielt. Den Abend schloss die Luschdige Bruat Göttelfingen mit Tambour Andy Musch ab. Mit Liedern wie Monster, We Don’t Need Education und Sugar Baby Love übergaben sie an das Starzach Duo, dass mit dem Boblied und „Wir haben gute Laune“ die Bühne füllte.