Die uralte Ringinger Hexeneiche ist vom Eichenprozessionsspinner befallen. Das hat ein Vater mit seinen Kindern am eigenen Leib erfahren. Die Brennhaare der Raupe lösen zum Teil schwere allergische Reaktionen aus. Die Stadt Burladingen hat den Baum inzwischen abgesperrt.
Burladingen-Ringingen - Der Mann hatte sich mit seinen Kindern bei dem Baum aufgehalten. Er selbst sei am schwersten von Verbrennungen betroffen: "Komplett beide Arme sind übersät mit roten Pusteln, die jucken", erzählt seine Ehefrau.
Den Kindern gehe es inzwischen wieder gut, ihre Verbrennungen am Hals seien bereits am Abklingen.
Inzwischen hat auch die Stadtverwaltung Burladingen den Bereich um die alte Eiche mit Flatterband und Warnhinweis abgesperrt.
Vom Juckreiz bis zum allergischen Schock
Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können mit dem Wind weit fliegen und setzen sich mit Widerhaken in der Haut von Menschen und Tieren fest. Wenn sich die Raupen verpuppt haben, werden Schmetterlinge daraus. Die Raupen wachsen in Nestern in Astgabeln, die die Gifthaare enthalten.
Vom Juckreiz über Atemnot bis hin zum eher seltenen allergischen Schock reichen die Symptome, wenn man mit solchen Brennhaaren in Berührung gekommen ist. Wenn sich die Raupen dann verpuppt haben, werden unscheinbare bräunliche Schmetterlinge daraus.