Beim 14. Internationalen Eichberg-Cup für U15-Fußballmannschaften setzte sich in Blumberg in einem hochklassigen Finale die SpVgg Unterhaching durch. Der FC 08 Villingen überrascht.
Unterhaching entschied das Endspiel gegen den FC St. Gallen mit 8:7 (3:3) nach Siebenmeterschießen für sich. Für SpVgg-Trainer Alexander Ricks ging an diesen zwei Tagen alles auf: „Es war ein super Turnier, mit optimaler Organisation sowie erstklassigen Schiedsrichtern. Wir kommen gerne wieder.“
Die Veranstaltung des SG-Fördervereins „Kickers Schwarz-Gelb“ des SV Fützen und des VfL Riedböhringen hielt alles, was sie versprach. Bereits in der Vorrunde lieferten sich die 15 Mannschaften, die in drei Fünfergruppen aufgeteilt waren, überragenden Fußball ab. Insgesamt wurden in 53 Partien 223 Treffer erzielt.
VfB Stuttgart scheitert früh
Für Titelverteidiger VfB Stuttgart kam nach guter Vorrunde bereits in der Zwischenrunde mit zwei Niederlagen – 3:5 gegen den FC Winterthur und 3:4 gegen den 1. FC Kaiserslautern – das überraschende Aus. Die sechs Vertreter aus der 1. Bundesliga, der FSV Mainz 05 sowie der FC Heidenheim feierten in der Blumberger Halle ihre Premiere, sowie der Nachwuchs von Zweit- und Drittligisten – wie der Karlsruher SC, der 1. FC Kaiserslautern oder die sehr spielfreudige SpVgg Unterhaching – drückten dem Turnier ihren Stempel auf.
Etwas enttäuschend war der Auftritt des SC Freiburg, der in seinen vier Vorrundenspielen mit dem 2:1 gegen den FC 08 Villingen nur einen Dreier einfuhr.
Die fünf Schweizer Spitzenvereine glänzten mit technisch anspruchsvollem Spiel und waren im großen und im kleinen Finale vertreten.
FC 08 Villingen
Mittendrin war auch der Nachwuchs des FC 08 Villingen, der sich sehr gut schlug. Mit zwei Vorrunden-Unentschieden, dem 1:1 gegen den Karlsruher SC sowie dem 0:0 gegen den FC Basel, sorgte Villingen für Überraschungen. Gegen den FC Winterthur musste der FC 08 allerdings eine 1:6-Schlappe einstecken.
In der Zwischenrunde zogen die Nullachter zum Auftakt gegen den FSV Mainz 05 mit 2:4 den Kürzeren. Als Villingen im letzten Spiel den FC Aarau mit 2:1 schlug, war der Jubel groß. Der Einzug in das Viertelfinale wurde aber denkbar knapp verpasst.
Cheftrainer Massimo Verratti zeigte sich mit dem Auftritt seiner talentierten Truppe sehr zufrieden. „Aus diesem attraktiven Turnier mit durchweg namhaften Mannschaften können wir einiges lernen. Unsere Jungs lieferten tolle Leistungen ab.“
Die Scouts
Auch einige Scouts – von Borussia Mönchengladbach bis zum FC Bayern München – waren unter den Zuschauern auf der sehr gut besetzten Tribüne zu finden. Vom deutschen Serienmeister aus Bayern nahm Andreas Höschler der Chefspäher Süd die Talente unter die Lupe. Volksnah tauschte er sich mit dem heimischen Bayern-Fanclub „Baar-Power“, der für die Hallenaufsicht sorgte, aus. Ein Sonderlob verdienten sich die drei Schiedsrichter, die an den zwei Tagen ein Mammutprogramm absolvierten.
Zwischenrunde
Gruppe 1: FC Winterthur – 1. FC Kaiserslautern 2:3, VfB Stuttgart – FC Winterthur 3:5, 1. FC Kaiserslautern – VfB Stuttgart 4:3.
Gruppe 2: FC Augsburg – FC Basel 2:2, TSG Hoffenheim – FC Augsburg 1:2, FC Basel – TSG Hoffenheim 0:1.
Gruppe 3: Grasshoppers Zürich – FC St. Gallen 3:2, Karlsruher SC – Grasshoppers Zürich 2:0, FC St. Gallen – Karlsruher SC 3:1.
Gruppe 4: SC Freiburg – SpVgg Unterhaching 2:5, FC Heidenheim – SC Freiburg 1:1, SpVgg Unterhaching – FC Heidenheim 0:0.
Gruppe 5: FC 08 Villingen – FSV Mainz 2:4, FC Aarau – FC 08 Villingen 1:2, FSV Mainz – FC Aarau 2:1.
Viertelfinale
1. FC Kaiserslautern – TSG 1899 Hoffenheim 2:3, FC St. Gallen – FC Heidenheim 3:1, FC Augsburg – FC Winterthur 3:5, SpVgg Unterhaching – Karlsruher SC 5:3.
Halbfinale
TSG 1899 Hoffenheim – FC St. Gallen 2:3, SpVgg Unterhaching – FC Winterthur 6:5 nach Siebenmeterschießen.
Spiel um Platz 3
TSG 1899 Hoffenheim – FC Winterthur 3:0.
Finale
SpVgg Unterhaching – FC St. Gallen 8:7 nach Siebenmeterschießen.
Schiedsrichter
Linus Hoffmann (FC Gutmadingen), Marcel Haberbosch (FC Mönchweiler) und Linus Greng (TuS Rötenbach).