Beim Ehrungsabend der Stadt Burladingen für ausgeschiedene Stadtrats- und Ortschaftsratsmitglieder wurde ein festlicher Rahmen in der Stadthalle geschaffen.
Die im Programm vorgesehene Zeit reichte nicht aus, um ihre Verdienste um Gesamtstadt und Ortschaft ausreichend zu würdigen: Beim festlichen Ehrungsabend der Stadt zeichnete Bürgermeister Davide Licht die ausgeschiedenen Mitglieder des Gemeinderates und der Ortschaftsräte für ihr Engagement mit der Ehrenurkunde und der Verdienstnadel der Stadt aus.
Weitere noch aktive Gremiumsmitglieder erhielten ebenfalls aus seiner Hand Ehrungen des Gemeindetages Baden-Württemberg. Geehrt wurden fünf Mitglieder des Gemeinderates und 18 Mitglieder der Ortschaftsräte.
Hohes Gut für die Demokratie
Im Wolfgang-Grupp-Saal der Stadthalle begrüßte der Bürgermeister die Ehrengäste mit ihren Partnern. In seiner Laudatio unterstrich er die Bedeutung des Ehrenamtes als hohes Gut für die Demokratie: „Als direkte Ansprechpartner für die Bürger vor Ort sind die gewählten Mandatsträger besonders gefordert.“
Dabei sei es unabdingbar, die Bürgerinnen und Bürger im politischen Diskurs mitzunehmen. Dieser müsse immer mit Anstand geführt werden, und auch wenn die zunehmende Gewalt gegen politisch Verantwortliche in beklagenswertem Umfang zunehme, so gelte es, einen langen Atem zu behalten.
An diesem Abend, so Licht weiter, sollten die Leistungen, die in der Zeit der Zugehörigkeit zu den kommunalen Gremien erbracht wurden, gewürdigt werden. In seinen Dank schloss er ausdrücklich die Partner der Geehrten ein: Müssen sie doch Verständnis haben für das Engagement und die zeitliche und familiäre Belastung, die das Ehrenamt mit sich bringt.
Lange Liste kommunalpolitischer Leistungen
In ihrer Amtszeit haben die Geehrten an einer ganzen Reihe von kommunalpolitischen Entscheidungen mitgewirkt, die je nach Gremium die Gesamtstadt und die einzelnen Ortschaften betrafen.
Bürgermeister Licht nannte exemplarisch die Stadthallensanierung, den neuen Marktplatz in der Kernstadt, die Optimierung der Kläranlage, den Breitbandausbau, das Thema Windkraft, die Sicherung des Schulstandortes und das Bürgermobil, daneben Projekte in den Ortschaften, von denen einige Blaupausen für andere Ortschaften sind: Gauselfingen sei „die Keimzelle für Tante-M-Läden“ anderswo, Hörschwag beispielhaft mit dem Hallenneubau. Alle Ortschaften können mit individuellen Projekten punkten.
Dabei, so der Bürgermeister weiter, haben die Geehrten immer das gesamtstädtische Wohl im Auge gehabt, trotz individueller Themenschwerpunkte. Aus der langen Reihe der Geehrten ragen drei besonders hervor:
Erwin Staiger mit besonders langer Amtszeit
Rosemarie Steinberg und Josef Pfister, beide Mitglieder im Gemeinderat, die in den langen Jahren der Zugehörigkeit zum Gremium auch das Amt der Bürgermeisterstellvertretung innehaben.
Dies sei, so Bürgermeister Licht, besonders zu würdigen, nachdem sie dieses Amt auch in einer für die Stadt schwierigen Zeit ausgefüllt haben – mit hoher zeitlicher Belastung, wie Licht betonte.
Erwin Staiger aus Hausen kann auf 40 Jahre Mitgliedschaft im Ortschaftsrat und Ortsvorsteher zurückblicken – auf diese Amtszeit brachte es sonst keiner der Geehrten. Was er in dieser Zeit für Ortschaft bewegt hat, schilderte der Bürgermeister im weiteren Verlauf seiner Laudatio anschaulich.
Überhaupt fand Bürgermeister Licht, der für den Ehrungsabend eigens die Amtskette umgelegt hatte, für jeden und jede der Geehrten persönliche und passende Worte. Die Ehrungen, so Licht weiter, seien auch ein eindrucksvoller Beweis für die Fortschritte, die dank des Engagements in der Gesamtstadt erzielt wurden. Und die Ehrung sei gerechtfertigt, so sein Fazit am Ende seiner Laudatio: Jeder und jede einzelne habe das Wertvollste gegeben, nämlich (Frei-)Zeit.
Zeichen der Verbundenheit am Ende
Ein schönes Zeichen der weiterhin bestehenden Verbundenheit dann ganz am Schluss des offiziellen Teils: Die amtierenden Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher bedankten sich bei ihren ausgeschiedenen Amtskollegen mit einem Geschenkkorb.
Es war ein festlicher Rahmen, der dem Anlass angemessen war. Den Sektempfang, mit dem der Abend begonnen hatte, begleitete Christian Simmendinger (Jugendmusikschule) am Flügel. Der offizielle Teil war umrahmt von musikalischen Beiträgen des Trompetenensembles der Jugendmusikschule unter Leitung von Peter Hasel.
Mit einem Abendessen nach den offiziellen Ehrungen begann dann der eher informelle Teil des Abends mit anregenden Tischgesprächen und intensivem Gedankenaustausch, sicherlich auch über das in den zurückliegenden Jahren für die Gesamtstadt Erreichte.