Begleitet von einem unterhaltsamen Bühnenprogramm wurden beim Ehrungsabend der Gemeinde besondere Leistungen von Sportlern, Kulturtreibenden und Ehrenamtlichen gewürdigt.
Das Akkordeonorchester Aichhalden-Rötenberg unter Dirigent Mario Nortmann durfte nach der fulminanten musikalischen Einstimmung mit „Song Without Words“ die Bühne der Josef-Merz-Halle weiter in Beschlag nehmen. Auch gehörte es zu den zahlreichen Geehrten an diesem besonderen Abend.
Bürgermeister Michael Lehrer betonte, wenn ein ganzes Orchester Aufstellung nehme, dann sei klar, dass es sich bei der Verleihung einer Auszeichnung um einen Mannschaftspreis handle. Während im Sport in Sekunden oder Toren gemessen werde, seien es in der Musik Momente und Gelegenheiten, in denen Leistung objektiv bewertet werde. Beim World-Music-Festival in Innsbruck vor einer internationalen Fachjury zu bestehen, erfordere Mut und monatelange Vorbereitung.
Weltweiter Spitzenplatz
„Die Musizierenden waren da nicht nur musikalische Botschafter der Gemeinde, sondern belegten mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ im weltweiten Vergleich einen Spitzenplatz“, hob der Bürgermeister hervor. Wie Nortmann auf Anfrage von Lehrer verriet, sei eineinhalb Jahre, mehr als bei einem Jahreskonzert, auf dieses Ereignis geprobt worden. Dies habe die Truppe noch näher zusammengeschweißt. Erst da habe er erkannt, welches Potenzial im Orchester stecke, zog der Dirigent ein überaus positives Fazit. Auch der Akkordeon-Nachwuchs kam zu Ehrungen.
Bei den Schwimmerinnen beeindruckte den Rathauschef die Vielseitigkeit von Alena Moosmann, bei der er beim Vorlesen der Ergebnisliste kaum hinterherkam.
Nachdem Zehnkämpfer und Speerwerfer Matteo Valenti im vergangenen Jahr wegen eines sportlichen Wettkampfs nicht beim Ehrungsabend dabei war, klappte es dieses Mal. Künftig will er sich auf Zehnkampf konzentrieren, wie er im Interview mit Lehrer bekannt gab.
Großer Andrang
Wenn über das Leistungsturnen gesprochen werde, komme man am TSV Hochmössingen nicht vorbei. Dort herrsche ein so großer Andrang beim Nachwuchs, dass die Plätze in der Sporthalle rar seien. Daran hätten die Rötenberger Schwestern Daniela, Melanie und Bettina Kieninger ihren Anteil. Besonders spannend sei der sogenannte Turngruppenwettstreit, sozusagen der Zehnkampf der Mannschaften, schwärmte der Bürgermeister beim Blick in den Video-Clip.
Beim ehrenamtlichen Engagement leisteten viele Menschen über Jahre hinweg und oft im Hintergrund einen unschätzbaren Beitrag für die Gemeinschaft. Dabei handle es sich um gelebte Solidarität und der unermüdliche Einsatz bilde das Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens, das als Inbegriff der helfenden Hand bezeichnet werden könne.
„Es erfüllt mich mit Freude, Manfred Storz und Oliver Mäder zwei solchen Persönlichkeiten das Ehrenglas der Gemeinde zu verleihen“, hob Lehrer hervor und berichtete im Detail über verschiedene Tätigkeiten über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten.
Bevor es am Büffet zu Gesprächen in geselliger Runde kam, folgten die Geehrten der Bitte des Bürgermeisters und trugen sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Dessen Vision besteht darin, dass in einigen Jahren der SWR kommt und dieses Buch verfilmt, weil darin Berühmtheiten ihre Spuren hinterlassen haben.
Ehrungen
Akkordeonorchester:
Maximilian Kalmbach (D2-Lehrgang), Leonie Günthner, Malia Sonntag, Pauline Auber, Mila Vialkowitsch und Lera Jakubauskas (Preisträger Bezirksjugendtreffen).
Leichtathletik:
Matteo Valenti, Zehnkampf (LG Nordschwarzwald) und Speerwurf (SG Schramberg) und Mila Müller (SV Mariazell).
Schwimmen:
Alena Moosmann, Jana Moosmann, Raffaela Hahn (verschiedene Disziplinen baden-württembergische Meisterschaften).
Leistungsturnen:
Bettina, Melanie und Daniela Kieninger (TSV Hochmössingen).
Ehrenglas:
Oliver Mäder (Musikverein Rötenberg) und Manfred Storz (Narrenzunft Aichhalden).