Das Foto zeigt die Dreharbeiten zu dem Projekt „Draußen“. Ein Teil der Aufnahmen wurde von Hans-Georg Lepkojis begleitet, der für seine Arbeit mit dem Titel „Dem Filmclub über die Schulter geschaut“ nun ausgezeichnet worden ist. Foto: Filmclub

Die Videoamateure haben mehrere Prämierungen erhalten. Ausgezeichnet wurden sie unter anderem beim Festival des dokumentarischen Films.

Auch in Zeiten Künstlicher Intelligenz bleibt das klassische Filmer-Handwerk entscheidend: Während Computer heute ganze Szenen animieren, Tonspuren erzeugen oder Drehbücher schreiben können, setzen die Mitglieder des Lahrer Filmclubs auf handgemachte Streifen, wie sie in einer Pressemitteilung betonen. Bild, Ton und Schnitt entstehen demnach weiter durch Menschen, die mit Herzblut arbeiten. Moderne Technik komme nur unterstützend zum Einsatz. Somit bleiben die Filme, die der Club bei den Festivals des Bundes der Filmautoren (BDFA) einreicht, authentisch – echte Arbeiten von Menschen, nicht von Algorithmen generiert, wie der Club in seiner Pressemitteilung hervorhebt.

 

Das Bundesfilmfestival des dokumentarischen Films in Harsefeld bei Hamburg wurde wie gewohnt vom BDFA organisiert. Unter den 35 Kurzfilmen, deren Länge zwischen sieben und 24 Minuten lag, hatte die fünfköpfige Jury die schwierige Aufgabe, die Werke zu bewerten und Preisträger zu küren.

Falk Auer vom Filmclub Lahr beeindruckte laut Mitteilung mit seinem neunminütigen Dokumentarfilm „Mit der Harzer Dampflok auf den Brocken“ und erhielt dafür eine Bronzemedaille. Der Film begleitet die historischen Dampflokomotiven und ihre Wagen durch den Harz, zeigt Wartungsarbeiten an den Zwischenstationen, die Fahrt über die Hochebene und den steilen Anstieg durch den Naturschutzpark bis hinauf zum Brockenbahnhof.

Im Sommer 2025 begleitete der Filmautor Hans-Georg Lepkojis vom Filmclub Breisgau das Lahrer Team bei den Dreharbeiten seines Spielfilms mit dem Arbeitstitel „Draußen“ im Café Süßes Löchle. Sein Einblick in die professionelle Arbeitsweise des Teams, den er unter dem Titel „Dem Filmclub über die Schulter geschaut“ dokumentierte, wurde von der Jury mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Beim 48. Bundesfilmfestival Natur, das in Blieskastel (Saarland) unter Schirmherrschaft der Umweltministerin Petra Berg stattfand, wurde der Filmclub durch Bergit und Jürgen Bergmann vertreten. Sie zeigten ihren bereits auf dem Landesfilmfestival in Kornwestheim prämierten Film „Der Bergfink“. Die Jury lobte besonders die beeindruckenden Aufnahmen: Der Film dokumentiert die Invasion der Bergfinken im Buchenmastjahr 2024. Die großen Ansammlungen der Vögel begeisterten nicht nur das Publikum, sondern führten auch zu zwei Auszeichnungen: den Ehrenpreis der Bildungsministerin des Saarlandes, Christine Streicher-Clivot, sowie dem zweiten Preis, dem Silbernen Schmetterling.

Mit den Erfolgen bestätigt der Filmclub laut Mitteilung, dass Leidenschaft, Handwerk und Kreativität auch in der digitalen Ära Filme zu etwas Besonderem machen.