Dennis Dieterle (rechts) bedankt sich beim neuen Ehrenvorsitzenden Ulrich Bauknecht und Ute Bauknecht, ihrerseits Initiatorin und Organisatorin von Kunst in Szene 64. Foto: 48GradNord PhotoGraphics

Der Verein Szene 64 hat Ulrich Bauknecht zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

„Mein Ziel war es, nach zehn Jahren den Vorstandsposten abzugeben. Ich bin nun 72 Jahre alt und tu’ mich Jahr für Jahr etwas schwerer. Das Schaffen bleiben lassen, das kann ich nicht. Aber dieses Amt möchte ich gerne in jüngere Hände geben“: Mit diesen Worten übergab Ulrich Bauknecht nach zehn Jahren als Vorsitzender die Leitung des Vereins Szene 64 in die Hände seines bisherigen Stellvertreters Dennis Dieterle.

 

Würdigung für den Gründer

Dieterle würdigte die außergewöhnliche Aufbauleistung Bauknechts: „Uli, wir haben es vorhin gehört: Zehn Jahre im Vorstand. Du hast das Projekt – damals noch als Mitglied der CDU-Fraktion – mit meinem Bruder Dominik ins Leben gerufen. Du hast dir dieses Gebäude angeschaut, als noch ein halber Meter Wasser im Keller stand und das Dach kaputt war. Und du hast Leute gesucht, die an diese Sache glauben.“

Zu Weggefährten zählten auch Markus Mayer, Jürgen Kaupp, Karin Eichenlaub und Achim Ringwald als Mitstreiter der ersten Stunde. „Wir wären ohne dich nicht hier“, betonte Dieterle. „Du hattest diese Vision – du hast sie Schritt für Schritt umgesetzt.“

Vom belächelten Projekt zur festen Größe

Viele Herausforderungen habe es gegeben – von der Küchenerneuerung im Erdgeschoss bis hin zum Bau des Parkplatzes, der heute auch als Veranstaltungsfläche genutzt werden kann. „Damals eine schwierige Aufgabe, heute eine wertvolle Ergänzung“, so Dieterle. „In der Stadt wurde das Projekt anfangs belächelt. Doch inzwischen kann man uns getrost als etabliert bezeichnen – 80 bis 100 Veranstaltungen pro Jahr sprechen für sich.“

Mit großem Respekt blickte der neue Vorsitzende auf das Engagement seines Vorgängers: „Vielen Dank für zehn Jahre Arbeit – und dafür, dass du dich weiter engagieren möchtest, vor allem in der Organisation des Kulturbesens.“ Neben dem neuen Projekt Bau 10 sei der Kulturbesen das letzte große Vorhaben gewesen, das Bauknecht initiiert und in die Szene 64 integriert habe.

Neuer Ehrenvorsitzender

Dieterle schloss mit einem Dank an Bauknechts Ehefrau Ute: „Vielen Dank auch an dich, dass du Uli so oft hast ziehen lassen, damit er hier für die Szene wirken konnte.“

Unter langem Applaus der Mitglieder überreichte der neue Vorstand ein Geschenk an das Ehepaar Bauknecht. Als Zeichen der Wertschätzung ernannte die Versammlung Ulrich Bauknecht zum Ehrenvorsitzenden des Vereins Szene 64. Sichtlich bewegt nahm Bauknecht die Ehrung entgegen.