Für seine wichtige Forschung: Der Archivar, Forscher und Verfasser hat die Arbeit des Kreisarchivs über drei Jahrzehnte geprägt.
Für seine herausragenden Verdienste als Archivar, Forscher und Verfasser wissenschaftlicher Publikationen hat Andreas Zekorn die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten. Im Auftrag des Ministerpräsidenten überreichte Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, die Auszeichnung am 22. Januar in Balingen.
Hoffmeister-Kraut betonte in ihrer Ansprache: „Um Zugang zu Geschichte zu bekommen, brauchen wir Menschen, die diese Zugänge eröffnen, Archive pflegen, Vergangenes bewahren, aber auch Geschichte vermitteln und erfahrbar machen. Menschen, denen das nicht nur Beruf, sondern Berufung ist.“
34 Jahre war Zekorn Leiter des Kreisarchivs im Zollernalbkreis. Hoffmeister-Kraut lobte die Arbeit: „Es wäre viel zu wenig, wenn man sagen würde, das Archiv lag bei Ihnen in guten Händen! Nein, Sie haben das Archiv zu einem Ort gemacht, an dem man forschen kann oder sich ein Bild über die spannende Geschichte der Zollernalb verschaffen kann.“
30 Jahre Forschung
Auch Zekorns mehr als 30-jährige intensive Arbeit zur Erforschung von Verbrechen des NS-Regimes und die daraus hervorgegangenen Publikationen mit Fokus auf das Konzentrationslager Dautmergen im Rahmen des „Unternehmens Wüste“ hob die Wirtschaftsministerin hervor. „Sie haben Licht in ein dunkles Kapitel unserer Geschichte gebracht und anhand vieler Einzelschicksale belegt – für alle nachlesbar heute und in Zukunft“, sagte Hoffmeister-Kraut. Neben Beruf und wissenschaftlicher Arbeit war und ist Andreas Zekorn auch im Ehrenamt aktiv – so als Vorsitzender der Heimatkundlichen Vereinigung Zollernalb, im Vorstand des Hohenzollerischen Geschichtsvereins und beim Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb. Zudem gab und gibt er bis heute sein heimatkundliches Wissen in unzähligen Führungen, Vorträgen und Tagungen an Interessierte weiter. Die Staufermedaille ist eine besondere persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung.
Mit ihr werden Verdienste um das Gemeinwohl geehrt, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen eines ehrenamtlichen, gesellschaftlichen oder bürgerschaftlichen Engagements erworben wurden und über viele Jahre hinweg erbracht worden sind.